In den NachrichtenPiratenpartei
Politik ist sexy (in Österreich)

FapFapFapWas macht eigentlich Anne Helm?

Tja, so genau weiß ich das erfreulicher­weise auch nicht, halb­nackt für mehr Bom­barde­ments zu wer­ben ist auch sooo 2014. Apro­pos 2014: Es ist jet­zt unge­fähr ein Jahr her, dass die mit­tler­weile durch den Lan­desvor­stand in die Auflö­sung getriebene Piraten­partei Hildesheim in einem Sado-Maso-Club tagte und dadurch vielfache Diskus­sio­nen darüber aus­löst, ob sex­uelle Freizügigkeit Gren­zen haben sollte. Ich weiß auch nicht, wie ich darauf komme, eigentlich wollte ich doch diese Mel­dung (Vor­sicht: ungezählte hof­fentlich absichtlich lächer­liche Ver­suche, das Wort “Wich­sen” zu ver­mei­den) kom­men­tieren:

Wer derzeit auf [YouPorn, A.d.V.] surft, der sieht sich (…) plöt­zlich mit ein­er Dame kon­fron­tiert, die ggf. dem Wun­sch nach sex­ueller Erle­ichterung schnell ein Ende set­zen kön­nte: Johan­na Miki-Leit­ner, bish­er eher bekan­nt als Öster­re­ichs Bun­desin­nen­min­is­terin denn als Dame, die bei YouPorn (in welch­er Form auch immer) in Erschei­n­ung tritt.

“Johan­na will dir zuschauen” heißt es dort auf einem Foto der Innen­min­is­terin. Doch der Klick auf die bewor­bene Seite zeigt nicht etwa intime Ein­sicht­en in das Leben der ÖVP-Poli­tik­erin oder eine Form der masochis­tis­chen Betä­ti­gung der YouPorn-Nutzer, die gle­ichzeit­ig Geld in Öster­re­ich­es Kassen spült. Nein, man sieht nur eine Seite der Piraten­partei Öster­re­ichs, die hier auf das manch­mal recht voyeuris­tisch anmu­tende Streben der Min­is­terin hin­weist und die Bedeu­tung der Pri­vat­sphäre her­vorhebt.

Natür­lich geht diese Aktion völ­lig an der Leben­sre­al­ität der Öster­re­ich­er vor­bei; wer guckt schon auf YouPorn, noch dazu ohne einen Wer­be­block­er? :)

Wie nach­haltig sie anson­sten sein mag, wird Öster­re­ich vielle­icht noch erleben. Grund­sät­zlich aber ist es löblich, dass schon bald im Kom­men­tar­bere­ich unter der Mel­dung die Frage aufkam, wieso das eigentlich die Piraten­partei Deutsch­land noch nicht adap­tiert hat. Ich begrüße diesen Vorschlag: Nur wenig wird das ein­fache Volk so deut­lich zum Nach­denken brin­gen wie das einge­blendete Gesicht von Thomas de Maiz­ière auf ein­er Pornoweb­site. Ich gehe sog­ar noch weit­er und rege hier­mit an, Wer­be­flächen mit diesem Motiv in allen großen Schundme­di­en (YouPorn, Red­Tube, xHam­ster, RTL-Nach­mit­tagspro­gramm, BILD, SPIEGEL ONLINE) zu platzieren. Wählen Sie diesen Mann ab und Sie kön­nen wieder ungestört mas­tur­bieren.

Blöd nur, dass diese Wer­bung dann kein­er gese­hen haben will.