Erinnert sich noch jemand an die Grünen, von denen man seit ihrem tiefen Fall im Jahr 1999 nicht mehr viel gehört hat? Die Grünen, ich erkläre das kurz für die Jüngeren, sehen ungefähr so aus:
Eigentlich also genau so, wie man sich seine Regierung schon immer gewünscht hat. Aber die Grünen tauchen in der Presse kaum mehr auf, sie sind zu brav und konform geworden. Das ist auch nicht ganz unbeabsichtigt, öffentlich präsentiert sich die Partei bevorzugt als Alles-ist-erlaubt-Partei:
Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen die Freiheit haben, ihr Leben selbst zu gestalten. Die Grünen sind eng verwurzelt mit den Bürgerrechtsbewegungen, mit emanzipatorischen Bestrebungen. Diese wie auch libertäre und liberale Traditionen prägen unsere gemeinsame freiheitliche Orientierung. Für eine Gesellschaft, die jedem eine Chance gibt. Ohne Bevormundung.
Außer, wenn’s um Kleidung geht, denn da verliert auch eine bayrische Grüne die Fassung:
In Tracht nahm [Verkehrsstaatssekretärin Dorothee Bär, CSU] auf der Regierungsbank Platz — was die Grünen-Abgeordnete Sylvia Kotting-Uhl (61) zu einer öffentlichen Kritik im Netz ermunterte. Es ging dabei keineswegs um Politik, sondern um das Dirndl der Bambergerin. Dieses sei “rückständig”.
Freiheit gern, aber ohne die Einhaltung der Kleiderordnung verfällt hier alles in Anarchie. Anarchie!!1
Turnschuhe und Männer mit langen Haaren sind kein Problem, aber Dirndln sind eine klare Respektlosigkeit.
Vorwärts immer, rückwärts nimmer!



Du hast vollkommen Recht! Aber der Plural von Dirndl ist Dirndl und nicht Dirndls.
Niemand mag Klugscheißer!
Ganz richtig.