Ich bin ja meist ein Anhänger der leisen Töne, mitunter so leise, dass ich sie selbst kaum vernehmen kann. Das Eintauchen in die Musik bedarf nicht vieler Dezibel. Selten, ganz selten aber finde ich auch an Rockmusik Gefallen, die nicht lange zögert, sondern direkt auf den Punkt kommt.
Das Debütalbum von Dead Sara zum Beispiel.
Dead Sara ist in diesem Fall keine tote Frau, sondern ein Rockquartett — zwei Männer, zwei Frauen, von denen ebenfalls keine Sara heißt — aus Los Angeles, das 2013 mit Muse gemeinsam auf Tour war und trotzdem nicht scheiße klingt. Das soll ihnen erst mal wer nachmachen. Ach, “Rock” ist ja wieder viel zu kurz gegriffen:
Ist das Garagengrunge? Ist es Stonerpunk? Nein, Dead Sara nennen sich selbst eine Rockband mit monströsen Gitarrenriffen und einem wirklich fantastischen Gesang. Emily Armstrong sticht als Frontfrau unter den zeitgenössischen Frontfrauen der Rockmusik vortrefflich hervor, die großartige Grace Slick von den nicht minder großartigen Jefferson Airplane, heißt es, bewundert sie.
Dead Sara stehen Nirvana musikalisch nahe, gelegentliche AC/DC-Anleihen (“Timed Blues”) auf dem Album hingegen sind vermutlich nur Zufall, aber fallen nicht einmal als Fremdkörper auf. Selbst die Single (kennt ihr eigentlich noch CD-Singles?) “Weatherman” ist klasse:
Ich möchte das jetzt einfach mal empfohlen haben.


Deine bisherigen Vorstellungen bzw. Verlinkungen zwangen mir die Assoziation mit einem lärmenden Mülltonnenmonster Oscar auf.
Ist dein Banausentum beruflich oder wohnörtlich bedingt?