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Notizen zur säch­si­schen Landtagswahl 2014

Die AfD ist mit fast 10 Prozent drin und die NPD mit unge­fähr fünf Prozent bei­na­he auch bezie­hungs­wei­se nicht. Die SPD kommt auf etwa 12,2 Prozent.

Twitternutzer, Blogger und „Journalisten“ sind so sehr dar­auf kon­zen­triert, sich über die AfD zu empö­ren, dass ihnen die momen­tan 40,2 Prozent für die rechts­po­li­ti­sche Spitzelpartei CDU - übri­gens das glei­che Ergebnis wie 2009 - eben­so wenig sau­er auf­sto­ßen wie die Rolle der ande­ren Spitzelpartei (momen­tan „Die Linke.“) als zweit­stärk­ste Partei des Landes. Die still­schwei­gen­de mehr­heit­li­che Duldung von 40,2 Prozent für die CDU ist ins­be­son­de­re einen Tag nach der dies­jäh­ri­gen „Freiheit statt Angst“ erschreckend. Gestern wur­de gegen Überwachung demon­striert, heu­te fin­det man irgend­wel­che Neoliberalen schlim­mer. Apropos neo­li­be­ral: Die F.D.P. muss auch in Sachsen drau­ßen bleiben.

Ebenfalls mit gro­ßem Abstand raus ist übri­gens die Piratenpartei. Das ist erstaun­lich, immer­hin hat die säch­si­sche Piratenpartei im Wahlkampf mit Anne Helm (Wahlspruch: „Thank you, Bomber Harris!“) pro­mi­nen­te Unterstützung gehabt. Offenbar hat der Wähler die posi­ti­ve Botschaft, mit der Piratenpartei an der Macht wür­den Probleme ein­fach weg­bom­bar­diert, nicht so rich­tig ver­stan­den. Weil das links­fe­mi­ni­stisch gepräg­te Auftreten der „Piraten Saxn“ aber erfolg­los blieb, will man nun end­lich aus den Fehlern ler­nen: Jetzt erst recht!

Aus den Reihen der Grünen kommt ein guter Rat für den wei­te­ren Umgang mit säch­si­schen Wählern:

Bomber Harris do it again!

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 40,2 Prozent trifft es zumin­dest die Richtigen.