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Kurzkritik: Combat Astronomy — Kundalini Apocalypse

Combat Astronomy - Kundanini ApocalypseNach so viel schlim­mer Poli­tik wird es Zeit, sich wieder auf die ätherische Kraft Kun­dali­ni im Kör­p­er zu konzen­tri­eren, um vom Zus­tand der völ­li­gen Bestürzung in den der absoluten Glück­seligkeit überzuge­hen. Dabei hil­ft bekan­ntlich Musik.

James Huggetts Musikpro­jekt Com­bat Astron­o­my (“bekämpfe Astronomie!”) macht eben­solche. 2013 erschien mit “Kun­dali­ni Apoc­a­lypse” das sech­ste Stu­dioal­bum von Com­bat Astron­o­my, die momen­tan als Duo aktive “Band” wird hier unter Anderem von Elaine di Fal­co, seit 2008 Sän­gerin von Think­ing Plague (von mir bere­its 2012 aus­führlich gewürdigt), unter­stützt. Was gibt’s zu hören?

Vor allem Bass:

James Huggetts mächtiger Bass dominiert diese Musik so deut­lich, dass man erst ein­mal wenig von dem mit­bekommt, was hier son­st noch passiert.

Dabei ist das so manch­es. Nehmen wir als Beispiel Stück 2, “Path Find­ers”: Vere­inzelt erklingt ein schräges Sax­ophon über einem anhal­tenden Chort­ep­pich, plöt­zlich zerreißt’s die Stille: Bass, Schlagzeug, Gitarre, dazu weit­er­hin das gele­gentliche Sax­ophon. Frau di Fal­co steuert Gesang bei, der gar keinen Text hat. Ver­rückt. Zwis­chen­durch aller­lei Elek­tron­ik, Key­board­gek­limper, schon wieder der Chor. Bratz, bratz-bratz. Freifor­m­jazz auf Met­alun­ter­grund. Abrupt endet jeden­falls let­zter­er, während erster­er anhält. Keine Sorge, das Pfeifen seid nicht ihr, das ist Teil des Stücks. Assozi­a­tion: broken.heart.collector (ohne die Holzin­stru­mente).

So ähn­lich funk­tion­iert die kom­plette “Kun­dali­ni Apoc­a­lypse”. Zwar scheint mein Chakra nach dem Hören noch immer unverän­dert zu sein, aber schön war’s halt doch. Hope­ful­ly some of you wind up check­ing this thing out and find out about a cool band though, if you’re inter­est­ed in jazz and met­al fusions. Das klingt nach mir.

Außer bei Ama­zon gibt’s “Kun­dali­ni Apoc­a­lypse” übri­gens auch via Band­camp zum Kauf, an let­zterem Ort auch als Kom­plettstream. Kost’ ja nichts.


An dieser Stelle übri­gens meinen verbindlich­sten Dank an den Fem­i­nis­mus, der mich nun endlich dazu bewegt hat, dem CCC beizutreten.

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