Hans-Peter Uhl, Innenexperte und Vorratsdatenprediger bei der CSU, ist ja immer wieder für einen sprachlichen und politischen Fauxpas zu haben.
Nun hat man seit Monaten nicht viel von ihm gehört; vielleicht hat er einen Computerkurs besucht (oder verbieten lassen). Jetzt jedenfalls ist er zurück, und er hat ein neues Thema mitgebracht: Die Vorratsdatenspeicherung ist ihm momentan nicht so wichtig, die erledigen ja bereits seine amerikanischen Freunde. Stattdessen hat er sich ein anderes Thema ausgesucht, von dem er auch nichts versteht, nämlich Authentifizierungs- und Verschlüsselungsmechanismen:
Unmittelbar vor dem Treffen der Arbeitsgruppe Innen und Recht bei den Koalitionsverhandlungen regte der Unions-Innenexperte Uhl mehr Kompetenzen für das Innenministerium an. „Eine Lehre aus der NSA-Affäre muss sein, dass wir uns in den Koalitionsverhandlungen darauf verständigen, die Verantwortung für sichere Kommunikation komplett dem Innenministerium zu unterstellen. Das gilt auch für die Bundesnetzagentur.“
Das Innenministerium kennt sich nämlich aus mit sicherer Kommunikation, immerhin hat es Erfahrungen gesammelt:
Ein weiteres sicheres Verfahren, um elektronische Nachrichten zu übertragen, ist das De-Mail-Verfahren, das vom deutschen Innenministerium koordiniert wird.
De-Mail war das hier:
In der momentanen De-Mail-Spezifikation werden die Server zudem zu attraktiven Angriffszielen. Wenn nun die Kommunikation der gesamten Verwaltung des Bundes über diese wenigen Server abgewickelt werden soll – obendrein mit einer Verschlüsselung, die ihren Namen nicht verdient –, ist der Daten-GAU vorprogrammiert.
Dann kann ja nichts mehr schiefgehen!


Senfecke:
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