Es ist Wahlkampf, und es sollte niemanden mehr überraschen, wenn die Kanzlerin das aus der Zeitung erfahren hat. Dass in einem solchen Wahlkampf das politische Miteinander der Parteien in eher rauem Tonfall vor sich geht, ist wenig erstaunlich. Erstaunlich hingegen ist die Wiederentdeckung von längst vergessen geglaubten Idealen, die gerade offenbar fast jede Partei betrifft.
Sogar die CDU/CSU, die sonst christliche Werte hochhält und sich in der Diskussion um den Missbrauch katholischer Schutzbefohlener wohlweislich zurückgehalten hat, hat plötzlich bemerkt, dass Pädophilie bei den Grünen nicht mehr so ganz dem Zeitgeist entspricht. Das Maß sei voll.
Erika Steinbach, Schmalhans des Tages am 2. Februar 2012, hat auch schon die Schuldigen ausgemacht und fordert – ein jeder stelle sich jetzt bitte Erika Steinbach auf einer Apfelsinenkiste vor – den Rücktritt zweier Grüner. Für die NZZ konstatiert Ulrich Schmid treffend:
Man hätte sich solche Rigorosität gewünscht, als es um die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche ging.
Aber es ist Wahlkampf, da sind die Parteien befüllt mit Leuten mit einem klaren Ziel vor Augen und übersprudelnd vor Ideen.
Und mit Erika Steinbach. Schade drum.


Was würde nur der rechts-konservative Tittenluca nur dazu sagen
Hätte man nicht warten können?! Ein Leser mehr!
Wahrscheinlich irgendwas mit Polizei.