Quasi ohne Worte:
Apropos Google jedenfalls: Mark Zuckerberg, Facebook-Oberkasper und quasi der Antagonist Julian Assanges, ist einer der mittlerweile über 10 Millionen Nutzer von Google+. Mark Zuckerberg war der hier:
(…) beantwortet Zuckerberg eine wichtige Frage nicht: Warum zwingt sein Unternehmen Menschen dazu, bestimmte Informationen offenzulegen, wenn sie weiterhin den Dienst nutzen wollen? Schließlich könnte man die Nutzer weiterhin bewusst entscheiden lassen, was sie im Detail mit aller Welt, was mit ausgewählten Freunden und was mit niemandem teilen wollen.
Dieser Mark Zuckerberg jedenfalls findet Datenschutz so dufte, dass er erst mal sein Google+-Profil abgesperrt hat. In den einschlägigen Blogs macht man sich darüber lustig; es könne ja nicht sein, dass der Gründer von Facebook eine Möglichkeit einfordert, die er selbst seinen Kunden verweigert. Das macht er aber nicht.
Google+ verpflichtet seine Nutzer ebenso wie Facebook zur Nennung ihres Realnamens, was für den Vermarktungswert der eigenen Nutzerdatenbank gewisse Vorteile haben dürfte. Auch Mark Zuckerberg kann in Google+ also nicht mit falschen Daten auftreten, ohne einen Ausschluss zu riskieren. Apropos “Vermarktungswert”: Dass Facebooks Werbepartner Einblick in Profile erhalten, wurde mehrfach kritisiert. Der Irrglaube entstand, dass Google, um sich für potenzielle Google+-Nutzer noch attraktiver zu machen, von ähnlichen Plänen Abstand nehmen würde. War aber nix:
Künftig sollen Werber bei Google den Zugang zu bestimmten Verbrauchergruppen kaufen können — fein säuberlich nach Interessen sortiert.
Natürlich ist das an sich erst mal nicht verkehrt, immerhin steht es jedem Benutzer frei, zu entscheiden, wie detailliert und wahrheitsgemäß sein Profil ausgefüllt sein soll. Unternehmen wie Facebook und Google allerdings leben davon, dass diesen Grundsatz möglichst viele ihrer Benutzer möglichst umfassend ignorieren. Mark Zuckerberg weiß das; Max Mustermann weiß es aber nicht.
Übrigens: Zu den “10 Dingen, die ein Mann nie sagen sollte und auch nicht posten darf”, gehört angeblich außer Skurrilitäten wie “Prösterchen” oder “Tschüssikowski” auch das in freier Wildbahn meist in brüllender Lautstärke geäußerte Lachsurrogat “lol”. Ich würde es im Interesse meiner Hörfähigkeit sehr begrüßen, würde diese Information sich auch unter ÖPNV fahrenden Heranwachsenden allmählich verbreiten.




lol
pah