In den NachrichtenNerdkrams
Es hat sich aus­ge­mocht.

Etwas wirk­lich Fei­nes las ich da bei Didi, der aus­nahms­wei­se mal schnel­ler war als ich:

Nach Gugel Ana­ly­tics (ich berich­te­te) ste­hen nun end­lich auch die von Face­book bereit­ge­stell­ten und selbst bei Leu­ten mit Ahnung nicht sel­ten zu fin­den­den „dyna­mi­schen“ Funk­tio­nen, um mal eben etwas zu mögen („Gefällt mir“), unter juri­sti­schem Beschuss.

Wer den Like-But­ton mit­tels IFrame vom Face­book-Ser­ver ein­baut (oder via Java­script etc.), der lädt die Daten von dort. Wann immer jemand mit sei­nem Brow­ser dar­auf zugreift, wer­den dann des­sen Daten an den Face­book-Ser­ver (auch die IP-Adres­se) über­mit­telt.

Wer jetzt (wie auch schon bei Gugel Ana­ly­tics) auf eine etwa­ige Daten­schutz­er­klä­rung ver­weist, miss­ver­steht das Pro­blem; denn in der Regel hat Face­book die Daten bereits erhal­ten, bevor man sel­bi­ge über­haupt lesen konn­te oder auf sie hin­ge­wie­sen wur­de. Benut­zer von Adblock Plus, seit einer Wei­le also sogar anson­sten eher nicht für ihr Daten­schutz­be­wusst­sein bekann­te Chro­me-Nut­zer, konn­ten das Pro­blem bis­lang mit einer spe­zi­el­len Fil­ter­li­ste umge­hen und wer­den das wohl auch noch eine Wei­le tun müs­sen. Ist eines die­ser „sozia­len wid­gets“ näm­lich erst ein­mal weit­ge­hend aus dem Inter­net ver­schwun­den, ist längst ein neu­es ent­stan­den und erfreut sich unan­ge­mes­se­ner Beliebt­heit.

Und die Fra­ge ist nicht ein­mal unbe­dingt, wie rück­sichts­los ein Sei­ten­be­trei­ber sein muss, um trotz der berech­tig­ten Ein­wän­de sei­ner poten­zi­el­len Abon­nen­ten wei­ter­hin auf der­ar­ti­ge Funk­tio­nen ohne tat­säch­li­chen Mehr­wert für ihn selbst zu set­zen, son­dern, war­um er es über­haupt tut. Gera­de Blog­ger und son­sti­ge Inter­net­voll­schrei­ber, bei denen die­se Frames am häu­fig­sten zum Ein­satz kom­men, sind doch die, die über weit bes­se­re, weil effi­zi­en­te­re Metho­den ver­fü­gen, einem der Ihren ihre Sym­pa­thie zu zei­gen, als nur eine Zahl inmit­ten vie­ler ande­rer Zah­len zu sein. Was sagt denn „2389 Per­so­nen gefällt das“ aus? Was sind das für Per­so­nen? Wir­re poli­tisch enga­gier­te Agi­ta­to­ren? Wer­be­ge­sell­schaf­ten, die ihrer­seits aus unkla­rem Grund auf eine Erwi­de­rung hof­fen? Freun­de, Ver­wand­te, Fami­lie? Man könn­te das, neh­me ich an, ein­fach nach­se­hen, aber wer tut das schon?

Mir gefällt ein Inter­net­auf­tritt nicht des­halb, weil er von einer groß erschei­nen­den Anzahl an Zeit­ge­nos­sen für mögens­wert gehal­ten wird, denn womög­lich sind die­se Zeit­ge­nos­sen alle­samt Unsym­pa­then. Ich gehe auch davon aus, dass es dem Betrei­ber einer Sei­te, die von der erwähn­ten Funk­ti­on Gebrauch macht, eini­ger­ma­ßen egal ist, ob ich sein Werk nun auf Face­book per Klick wür­di­ge oder nicht.

Wenn mir etwas wirk­lich gefällt, dann schrei­be ich hier oder in Aus­nah­me­fäl­len, wenn mir die nöti­ge Idee für die text­li­che Aus­schmückung fehlt, auf Twit­ter dar­über. „Gefällt mir auf Twit­ter“ ist „Gefällt mir auf Face­book“ auch des­halb vor­zu­zie­hen, weil der Gefal­len­de so im Kon­text sehen kann, wer das eigent­lich ist, der ihn wür­digt. Eine Inter­net­sei­te aber, die jeman­dem bloß einen Klick wert ist, ist wahr­lich nicht zu benei­den, auch, wenn die­ser Jemand vie­le ande­re Jeman­de um sich schart.

Aber Schrei­ben ist eher so 90er, habe ich mal gehört.

Senfecke:

  1. Ich wür­de mir nie erlau­ben, an dei­ner See­le her­um­zu­fum­meln. Aber besten Dank für die Gra­tis­wer­bung.
    Man könn­te sagen, es „gefällt dir“. :mrgreen:

  2. Und genau wegen sol­cher Reak­tio­nen habe ich ihn ein­ge­baut. Eines Tages wer­den die Leu­te damit auf­hö­ren. Viel­leicht.
    Bezie­hungs­wei­se muss mir mal was bes­se­res ein­fal­len, die aktu­el­le Lösung lässt mich zwei­feln.

  3. End­lich pas­siert mal was in der Rich­tung.
    Man muss Abmah­nun­gen etc. nicht toll fin­den, aber inter­es­sant, dass die­se auch tat­säch­lich mal in wirk­lich rele­van­ten Fäl­len Anwen­dung fin­den 8O

  4. Und das sogar, aus­nahms­wei­se, zum Wohl des Ver­brau­chers. Ich hof­fe, das führt zu nach­hal­ti­gen Ver­än­de­run­gen. Aber, wie ich schon schrieb, das ist eher frag­wür­dig. Para­si­ten sind erfin­de­risch.

  5. So mir nichts Dir nichts kann ja nicht abge­mahnt wer­den. Auch hier ging es wohl, wie meist, um Wett­be­werbs­vor­tei­le bei Händ­lern. Bei pri­va­ten Web­sei­ten ist die Gefahr gerin­ger. Anders sieht es schon aus, wenn es, wie bei GAna­ly­tics, um die Ver­wirk­li­chung ord­nungs­recht­li­cher Tat­be­stän­de des TMG geht, die Buß­gel­der nach sich zie­hen kön­nen. Dann flat­tert aber kei­ne Abmah­nung, son­dern ein Buß­geld­be­scheid ins Haus.

  6. Okay, kon­tro­ver­ser Ein­schub: Ich MAG Face­book-Like-But­tons :) .

    Der Sinn besteht dar­in, dass Sei­ten­be­su­cher ermun­tert wer­den, Blog­posts oder was-auch-immer in ihrem Face­book-Pro­fil zu posten. Mit einem „Gefällt mir“-Klick geht auch immer ein Pinn­wand­ein­trag ein­her, der hof­fent­lich einen klei­nen Wer­be­ef­fekt hat.

    Offen gesagt – die aller­mei­sten Leu­te haben mit der Sache nicht das gering­ste Pro­blem. Und Face­book-Nut­zer schon gar nicht (wer Angst hat um sei­ne Online-Pri­vat­spä­re hat, nutzt i.d.R. kei­ne sozia­len Netz­wer­ke.)

    Die Min­der­heit, der Face­book unheim­lich ist, hat eine gan­ze Rei­he an Mög­lich­kei­ten, die klei­nen But­tons dau­er­haft zu blockie­ren – genau wie Goog­le Ana­ly­tics oder alles ande­re, was einen stört. Auf die Wei­se KÖNNTEN alle glück­lich sein ;) Ich sag ja nur.

  7. Ey Ey Lou, Du wirst es nicht glau­ben, aber es gibt daten­schutz­recht­lich Mög­lich­kei­ten, so einen But­ton so ein­zu­bin­den, dass alle Betei­lig­ten (ausser den Daten­samm­lern bei Face­book) zufrie­den sind.
    Das ein­zi­ge Pro­blem dabei ist schlicht die­ses hoh­le Ding zwi­schen den Ohren.

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