Das, was ich an niedersächsischen Hochschulen so sehr mag, ist ja unter anderem auch ihre technische Ausstattung.
An der Hochschule, die ich trotz allem nach wie vor besuche (und tatsächlich bin ich eher ein Besucher als ein Student, auf Latein also ein sich Mühender), ist es beispielsweise nicht leicht, dauerhaft, also ohne ständige Internetausfälle, Freude an dem (nicht unbedingt flinken) WLAN zu haben. Tatsächlich erfreuen kann man sich an der Unileitung nur, wenn man das Glück hat, in der Nähe einer LAN-Buchse zu sein. Und davon gibt es nicht viele.
Zwar steht schon seit einiger Zeit neue Ausstattung bereit, aber um diese ins Netz einzubinden, müsste ein Verantwortlicher seinen Hintern von seinem Sitzmöbel trennen und ein Kabel einstecken. (Nein, viel mehr wäre das nicht.) Und wie das so läuft in einer öffentlichen Einrichtung, kann das noch eine Weile dauern.
Dafür traf heute eine E‑Mail ein:
Der Radiusserver der Hochschule übernimmt die Überprüfung von Benutzernamen und Kennwörtern für das WLAN. Er ist inzwischen ca. 10 Jahre alt und wird daher am Mittwoch, den 24.11.2010 ausgetauscht. Im Zuge der Umstellung wird nicht nur eine neue Hardware zum Einsatz kommen, sondern auch der Name des Servers wird (…) geändert.
Die Arbeiten werden am Mittwoch in der Zeit von 11:30 Uhr bis 13:30 Uhr erfolgen. Aus diesem Grund ist an allen Hochschulstandorten im genannten Zeitraum kein WLAN-Zugriff möglich.
’s ist ja schön, dass endlich etwas passiert. Nicht, dass ich bisher Probleme damit gehabt hätte, mich im Uni-WLAN anzumelden, sondern nur damit, dauerhaft drin zu bleiben, aber immerhin: Neue Hardware! Neuer Name! Und das Ganze direkt vor der Mittagspause, die etwa um 13:30 beginnt!
Gut, letzteres ist nun kein positives Argument und lässt mich beim Gedanken daran, dass sich am 24.11. gegen “halb zwei”, wie der Volksmund auch sagt, mal eben Studenten vierer Campus gleichzeitig versuchen ins Hochschulnetz einzuwählen (sagt man das noch so?), erschaudern. Warum man so etwas nicht vor Beginn oder nach Ende der Vorlesungen macht? Klar: Im öffentlichen Dienst arbeitet man ungern zu derart unmenschlichen Zeiten.
Ich habe mich das bisher nicht gefragt, aber jetzt gerade kann ich der Frage nicht mehr ausweichen:
Was genau passiert eigentlich mit unseren Semestergebühren?
(Das könnte ich wahrscheinlich irgendwo nachgucken, aber ich fand die Frage in rhetorischer Gestalt viel besser.)

hier in NRW gibts ja Studiengebühren nicht mehr. Was für eine Akademie wie die Kunstakademie, welche eh nie Studiengebühren hatte toll ist, da nun alle Renovierungen etc komplett vom Land bezahlt werden und nicht mehr aus der eigene Tasche der Akademie.…das freut meinen Professor der gleichzeitig Rektor ist
Darum bist du ja auch ein armer Künstler.