Und dann waren da noch die Harzhexen. Die Harzhexen, so trompetete mir heute ein Plakat entgegen, zelebrierten in Bälde ein Fest anlässtlich des bevorstehenden Bettelfestes:
Auch auf dem Plakat zu sehen waren einige in eigenartige Kleidung gewandte Frauen sichtlich gereiften Alters, von denen ich mangels Beschriftung nur annehmen kann, es handle sich um die Harzhexen.
Die Abbildungen befand ich indes für weniger schaurig als die gruselige Zeitangabe, die mich zweimal hinsehen ließen, damit ich sicher gehen konnte, dass es tatsächlich kein Karnevalsplakat war:
Seit ich dies (“19:91 Uhr (20:31 Uhr)”) gelesen habe, versuche ich herauszufinden, wie sich diese Angabe logisch erklären lässt.
Ist 20:31 Uhr nämlich tatsächlich gleichbedeutend mit 19:91 Uhr (“19 Uhr und 91 Minuten”, was ja so immerhin stimmt), rechnet man also nicht in 60er‑, sondern in 91er- oder zumindest in 100er-Einheiten, so ist 20:31 Uhr zwar “das Gleiche” wie 19:91 Uhr, aber keinesfalls gleichbedeutend mit 20:31 Uhr MEZ.
Gehen wir einmal der Einfachheit davon aus, dass in 100er-Schritten gerechnet wird, so entspricht die Zeitangabe “20:31 Uhr” dem Tagesbeginn + (20 * 100) + 31 Minuten, also 2031 Minuten; nach Adam Riese und selbstverständlich auch Eva Zwerg ergibt das, zurückgerechnet auf nichtbehexte Zeiteinheiten, 33 Stunden und 51 Minuten. “Heute um 19:91 Uhr” wäre also morgen früh um kurz vor 10. Und das ist nur das Hundertersystem; vielleicht rechnen Hexen ja in noch krummeren Zeiteinheiten?
Wer kann helfen?




Nunja. Du hast vergessen, dass es sich hier scheinbar um eine Veranstaltung von Frauen handelt. Frauen kommen ja vermeintlich eh immer zu spät. Über diese kryptische Zeitangabe hat man sich also nun ein Zeitfenster geschaffen, bei dem man sich seine Ankunft beliebig schönreden kann.
Frauen reden sich nie etwas schön, ihnen genügt “wäwäwäwäwä” als Universalargument.
Ich!
Mir scheint hier wurde etwas komplizierter gesehen, als es eigentlich war!
Der erste Gedanke ist meist der Richtige: 19 Stunden + (91 Minuten = 1 Stunde und 31 Minuten) = 20:31h.
, steht die richtige Zeit nochmal in Klammern dahinter.
Für Personen, die es gern etwas komplizierter sehen
So hab ich es gelesen, und so war es auch richtig.
Jedenfalls hab ich nichts verpasst.
Ich frage mich allerdings immer wieder, wie so hochbegabte, hochintelligente und scheinbar überstudierte Personen
ihr Leben meistern und ans gewünschte Ziel kommen, wenn sie in jeder, vielleicht nicht ganz so
logischen Angabe ein fast unlösbares Problem sehen.
Vielleicht vergeigen wir auch deshalb immer die Pisastudie hier zu Lande.
Wir sind für diese “kinderleichte” Studie ganz einfach überquallifiziert.
Allerdings läßt es mich hier an der Fähigkeit des Autors, logisch zu denken, auch etwas zeifeln,
denn die Frage wurde an den falschen Personenkreis
gestellt, was die lösungsführenden Kommentare sehr eindrucksvoll beweisen.
Tatsache ist jedenfalls, dass mit mir ca. 200 Besucher püntlich zum Event da waren.
Also, so unlogisch kann die Zeitangabe eigentlich gar nicht gewesen sein, oder?
OK, für die Meisten jedenfalls!
Das hat nichts mit überstudiert zu tun, ich halte das nur für unnötig kompliziert gerechnet.