LyrikPersönliches
Von dir, hicks. (Frei interpretierbar.)

Das trübe Wet­ter ver­mag nicht zu ver­ber­gen, dass im Herzen die Sonne scheint. Hätte ich je gel­ernt zu pfeifen, meine Lip­pen wären längst vertrock­net. “Weil wir oben auf sind und trock­en hin­ter den Ohren” (The Hirsch Effekt) bzw. eben der sehn­liche Wun­sch, bald­möglichst zurück­zukehren (lies: gar nicht erst aufzubrechen; “to leave” heißt es im Englis­chen ver­mut­lich auch nicht zufäl­lig).

Von dir bin ich betrunk­en,
weil du die Seele wärmst;
aus dir entsprin­gen Funken,
als malte dich Max Ernst.

Von dir bin ich bedröh­nt,
weil du die Droge bist,
nach der sich jed­er sehnt,
die man nicht mehr ver­gisst.

Von dir bin ich benebelt,
weil du mein Sein umgib­st,
und ob es stürmt, ob Schnee fällt,
mir geht es gut; du lieb­st.

Von dir bin ich benom­men,
weil du wie Prozac wirkst;
das Wel­tende kann kom­men,
so lange du mich birgst.

(Von dir werd ich bek­loppt,
weil ich nicht weit­er weiß,
und wenn mich kein­er stoppt,
ent­führ ich dich ins Paradeis.
Echt jet­zt und so. Ohne Scheiß.)

Beze­ich­nen­des Ereig­nis des heuti­gen Tages im ÖPNV: Ein Mann unter­hält sich mit dem Fahrzeugführer über die gestri­gen Fußball­spiele, die er im Sport­stu­dio ver­fol­gte. In der Gegen­wart begeis­tert­er Sofas­portler fühlt man sich ger­adezu welt­meis­ter­lich.