Wer sich nach all den tieftraurigen Spendenaufrufen — weil es uns Deutschen ja bekanntlich noch viel zu gut geht und wir ruhig die halbe Welt an unserem schier unermesslichen Wohlstand teilhaben lassen sollen, wir Egoisten! — noch nicht dazu durchringen konnte, ein paar Währungseinheiten auf obskure Spendenkonten zu überweisen, dem geben die Zuständigen nun gern einen Grund, es sein zu lassen:
Nach Drängeleien bei der Verteilung von Hilfsgütern will die Uno Lebensmittel in erster Linie nur noch an Frauen abgeben.
Weil Frauen eben viel ärger als Männer darunter leiden, dass ihr Haus nicht mehr steht und es kaum Lebensmittel gibt; Männer sind stark und können auch mal ein paar Tage länger ohne Nahrung überleben. Sollen sich nicht so anstellen. Vielleicht wird so das Chaos eingedämmt, wenn man einem Teil des Volkes zu verstehen gibt, dass es nunmehr auf sich allein gestellt ist.
Laut CNN sichert das immerhin die Existenz von vollständigen Familien, und die anderen haben eben Pech gehabt:
“What about me? I didn’t get anything. I need food,” said Johnny Sanon Stevenson. “Many people could not participate.”
Spenden? So nicht.


Mir fällt immer wieder bei Tötungsakten wie z. B. Feuerüberfällen und Terroranschlägen in der Berichterstattung diese bzw. ähnliche Formulierungen auf: “Sie töten selbst Alte, Frauen und Kinder”. Ich ergänze sinngemäß: Wenn es nur Männer gewesen wären, wäre das ja noch in Ordnung gegangen…
Frauen und Kinder zuerst!
Gleichberechtigung endet da, wo Feminismus anfängt.