PersönlichesNetzfundstücke
“Und sonst so?”

(… und dann fra­gen mich die Leute, “tux”, fra­gen sie mich, meinen schreck­lichen Vor­na­men durch einen für Außen­ste­hende immer­hin unver­ständlichen bis niedlichen Spitz­na­men eigen­er Wahl erset­zend, “was genau machst du eigentlich den ganzen Tag?” — “Nun”, worte ich dann ant, “wenn ich nicht ger­ade Tuto­rien für absurde The­men for­muliere oder son­sti­gen Unsinn ins Inter­net schreibe, sitze ich meist in ein­er Ecke, ärg­ere mich über Wörter wie ‘Außen­ste­hende’ und ’niedlich’ und zäh­le auf dem Kalen­der die Tage zwis­chen den wirk­lich aufre­gen­den Erleb­nis­sen des Lebens, die sich meist Monate im Voraus ankündi­gen und dann, wenn sie sich der Gegen­wart näh­ern oder diese sich ihnen, dann kom­men­tar­los aus selt­samen Grün­den ver­puffen, nicht mehr da sind, und kein­er weiß dann let­z­tendlich so genau, wieso. Die Tage mit Träu­men zu ver­brin­gen und nachts unruhig zu schlafen in Erin­nerung an und im Aus­blick auf schöne Zeit­en, weil die Zeit ‘dazwis­chen’ ja dann doch immer länger wird und man sich auch bewusst in Träume flüchtet, weil man sich dort, eine entsprechende Erziehung voraus­ge­set­zt, mehr traut, weil die Chance, im Traum einen Korb zu bekom­men, erfahrungs­gemäß eben doch eine eher geringe ist, eben­so wie die, im Traum ver­lassen zu wer­den; weil sich die Träume das Unter­be­wusst­sein zusam­men­strickt und das Unter­be­wusst­sein dafür bekan­nt ist, neben einem oft zu guten Erin­nerungsver­mö­gen auch einen unge­sun­den Opti­mis­mus vorzuweisen, der einem dann nach dem Auf­ste­hen doch wieder nur trübe Gedanken bere­it­et, und eigentlich wäre es dem­nach schlau, den ganzen Tag träu­mend zu ver­brin­gen, aber … wie war noch mal die Frage?” -
“Schon gut”, sagen die Leute dann, ver­drehen die Augen und tauschen viel sagende Blicke aus, und ich ver­ste­he selb­st nicht, wieso ich mich immer wieder als einen eso­ter­ischen Lang­weil­er darstelle und die Hälfte meines Lebenswan­dels grob unter­schlage; und dann aber irgend­wie doch.)

Auf selt­samen Fund­stück­en basierende Empfind­ung des Tages: “Hel­lo Kit­ty” ist so was von wider­lich niedlich (da iss­es wieder), dass es beina­he psy­chol­o­gis­che Kriegs­führung genan­nt wer­den kann und gegen die Grun­dregeln men­schlichen Zusam­men­lebens ver­stößt, der­lei Pro­duk­te zu ver­wen­den.

Hello City