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Medi­en­kri­tik extern: Heul doch!

Bei „DSDS“ flenn­te sich Dani­el an die Spit­ze, für „Deutsch­land tut was!“ wur­de in der ARD für den guten Zweck eben­falls auf die Trä­nen­drü­se gedrückt. Beim Fern­seh­du­ell zwi­schen Altru­is­mus und Pop­ka­pi­ta­lis­mus ging RTL klar als Sie­ger her­vor.

Chri­sti­an Buß ana­ly­siert den trä­nen­be­wehr­ten Kampf um die Ein­schalt­quo­ten über­aus tref­fend. Ein Hoch auf das, was gemein­hin als gro­ße Gefüh­le titu­liert, gar bewor­ben wird! Dass die­se Gefüh­le aller­dings respek­tiert, ihre Prot­ago­ni­sten geach­tet wer­den, steht lei­der zu bezwei­feln, ist doch der Ter­mi­nus der Trans­pa­renz bei Medi­en­er­eig­nis­sen wie den ein­gangs genann­ten ohne­hin kaum gege­ben. Da kann der Ein­fluss der Zuschau­er noch so sehr her­vor­ge­ho­ben wer­den; wer bei Gesangs­dar­bie­tun­gen wie den jüngst auf RTL gezeig­ten als Sie­ger her­vor­geht, hat dies nur peri­pher der Gunst des Publi­kums zu ver­dan­ken. Für die regel­mä­ßi­ge Final­kon­stel­la­ti­on – zwei Fina­li­sten, zwei Geschlech­ter – muss der Zufall schon mehr als nur die Fin­ger im Spiel gehabt haben, da doch im Vor­feld der männ­li­che Fina­list (und übri­gens Gewin­ner, was auch immer dies bedeu­ten mag) vom Feuil­le­ton, nicht ganz zu Unrecht, mit nicht all­zu gro­ßen Chan­cen auf den Sieg bedacht wur­de.

Jedoch, wie so oft, errang offen­bar der­je­ni­ge den Sieg, der beim Aus­bruch von Emo­tio­nen am sym­pa­thisch­sten aus­sieht. Per­ver­se Welt eigent­lich.