Wie Anne Helm, Europaparlamentskandidatin der Piratenpartei, und Julia “Schwurbel” Schramm, Mitarbeiterin des Bundesvorsitzenden derselben, der Bombenabwürfe über Dresden seitens Herrn “Bomber Harris” gedachten, bitte ich euch den einschlägigen Medien zu entnehmen; zumindest Frau Schramm lässt ja nur selten eine Woche vergehen, ohne ihren Ruf als politisch naive marxistische Feministin — oder was auch immer sie diese Woche sein möchte — weiter zu festigen.
Deutlich erfreulicher ist da schon, wie Sascha Frischmuth von der unsäglichen “tageszeitung” (“taz”) beim Versuch, ein Interview mit Christopher Lauer zu führen, grandios versagt. Christopher Lauer (“Hirni” — Charlotte Theile, “Süddeutsche Zeitung”) ist dafür bekannt, nicht über jedes Stöckchen zu springen, das man ihm hinhält, wie niedrig auch immer es hängen mag; insofern ist es erstaunlich, wie bereitwillig sich der Fragesteller von ihm vorführen (“anpöbeln”, Introtext der “taz”) lässt. Ich bin dafür sehr dankbar, denn das merkwürdige Politikverständnis deutscher “Journalisten” haben sie selbst selten deutlicher dargestellt als hier.
“Knapp zehn Minuten” lang hat Sascha Frischmuth vergebens versucht, aus Herrn Lauer politikertypische Nullphrasen herauszuleiern, ist damit aber nicht nur grandios gescheitert, sondern obendrein offenbar etwas pikiert darüber, dass seine dummen Fragen auf wenig Verständnis stießen:
Okay. Angenommen, es klappt jetzt alles, so wie Sie sich das vorstellen. Von mir aus, Europawahl geht gut, wie auch immer…
Ja, „wie auch immer“, ist ja eigentlich auch nicht so interessant, ist ja nur Politik…
Sofern man dem Internet glauben darf, war dies Herrn Frischmuths erstes Interview. Wenn er Glück hat, gerät er künftig nur noch an Politiker, die routiniert Phrasen auf jede Frage — auch solche, die gar nicht gestellt wurden — abspulen. Dort wird zwar ebenfalls keinerlei neue Erkenntnis über Politik gewonnen, aber der Blöde ist dann wenigstens der Leser und nicht der “Journalist”. Nicht, dass das noch Mode wird!


Oh. Du liest Taz? *steinwerf*
Jeder Mensch braucht etwas, womit er sich bestrafen kann.