Was hat der Welt, abgesehen von einem zünftigen Atomkrieg, denn noch gefehlt? Richtig:
Facebook will die Sexting-App Snapchat für 3 Milliarden US-Dollar kaufen. (…) Der Begriff Sexting ist ein Kofferwort, das sich aus Sex und Texting zusammensetzt und die private Verbreitung erotischer Aufnahmen des eigenes Körpers über MMS oder Instant Messaging beschreibt.
Ich hatte mich ja kurz gefragt, wieso eine app, die nur dem Zweck der Verbreitung nackter Leiber dient, Facebook 3 Milliarden US-Dollar wert sein sollte. Dann fiel es mir ein: Nackte selfies scheinen kein Nischenphänomen zu sein, sondern sind längst zum Hobby avanciert. Wäre ich jetzt noch ein wenig zynischer, würde ich behaupten, dass es nur wenig beste Freundinnen gibt, die sich einander nicht ständig ihre Brüste präsentieren (irgendeinen Grund muss es ja haben, dass sie bis weit in ihre Dreißiger hinein die Toilette miteinander teilen), aber das wäre vermutlich unfair. Es gibt ja auch Jungs, die sich selbst für so anziehend halten, dass sie mit meist vor dem Badezimmerspiegel im Elternhaus fotografierten Fastnacktbildern um Interessentinnen werben. — Unsereins hat so etwas ja nicht nötig.
Aber was hätte Facebook davon? Einnahmen erzielt dieses “Snapchat” nach meinem Kenntnisstand mitnichten. Die einfachste Erklärung: Facebook, das schon jetzt Benutzerprofile für Werbematerial hält, kann dann auf einen noch reichhaltigeren Benutzerdatenfundus zurückgreifen. Das Angebot könnte deutlich attraktiver gemacht werden, indem direkt in der Snapchat-App eine Funktion “Teile dieses Foto auf deiner Pinnwand” verfügbar ist. So lernen die Jugendlichen dann auch, dass es keine gute Idee ist, mit den eigenen Eltern auf Facebook befreundet zu sein. Außerdem hätte sich für Facebook dann die müßige Diskussion über Privatsphäreneinstellungen endlich erledigt.
Der Kauf tät’ mich wohl schon amüsieren.
(via Nachtwächter)


Die Nichten aber einen ziemlich reichen Onkel haben.
Dagobert?
Draghibert
Macht der auch Musik?
Hat einen billionenschweren (Druck)-Plattenvertrag.
Wie so’ne DDR-Baute.