In den NachrichtenWirtschaft
Kurz verlinkt CXLII: Viel Kohle, viel G’schrei.

SPD und Grüne wür­den gern, wie in den meis­ten anderen Bun­deslän­dern längst geschehen, die Stu­di­enge­bühren in Nieder­sach­sen abschaf­fen. Offen­bar sind diese nicht notwendig, selb­st in Nor­drhein-West­falen (keine Stu­di­enge­bühren) gibt es ange­blich Akademik­er mit ein­er aus­re­ichend pro­fes­sionellen Aus­bil­dung.

Das gefällt den Hochschulen aber nicht.

Die Ost­falia befürchtet, dass ihr nach dem Regierungswech­sel in Han­nover weniger Geld zur Ver­fü­gung ste­ht. Falls die Stu­di­enge­bühren weg­fall­en soll­ten und es dafür keinen entsprechen­den Aus­gle­ich gebe, sei die Wet­tbe­werb­s­fähigkeit gefährdet. (…) Durch das Geld aus den Stu­di­enge­bühren sei die Qual­ität von Lehre und Forschung gestiegen. Ohne finanziellen Aus­gle­ich fie­len die Hochschulen wieder zurück, befürchtet [Hochschul­präsi­dent Wolf-Rüdi­ger] Umbach.

Wie “finanzieller Aus­gle­ich” unge­fähr aussieht? Nun, etwa so:

Nieder­sach­sens Hochschulen lassen immer mehr Stu­di­enge­bühren ungenutzt auf ihren Kon­ten liegen. (…) Am Stich­tag 1. Juli 2010 legten Nieder­sach­sens Hochschulen ins­ge­samt 78.732.172 Euro Ein­nah­men aus den Stu­di­enge­bühren auf die hohe Kante. Zum Ver­gle­ich: Am 31. Dezem­ber 2008 betrug diese Summe noch 75.627.638 Euro.

Anders aus­ge­drückt: Ohne Stu­di­enge­bühren kön­nten sich die Wür­den­träger der Hochschulen nur noch alle zwei Jahre einen neuen Mer­cedes leis­ten statt (wie bish­er) jedes Jahr. Diesen Zus­tand kann nie­mand gutheißen. Vielle­icht soll­ten die nieder­säch­sis­chen Hochschulen mal höflich nach­fra­gen, ob nicht vielle­icht der ESM noch ein, zwei Mil­liärd­chen…

Nicht? Na gut — war nur ein Vorschlag.