Apropos Zivilisation:
Es ist schon seltsam, wie man sich doch in Menschen täuschen kann. Eigentlich war ich bislang nicht von der Meinung abzubringen, mein sorgfältig ausgewählter Bekanntenkreis bestehe ausschließlich aus wenigstens überwiegend zivilisierten Philanthropen mit vereinzeltem Hang zum Zynismus.
Mit bloßem Zynismus aber ist es nicht mehr zu erklären, dass zum Beispiel der ansonsten in Recht und Unrecht vorgeblich bewanderte Didi den systematischen Mord an Sektenführern (“Gerechtigkeit”, Barack Obama, c/o “SPIEGEL Online”) als “Feier des Tages” bezeichnet.
Andererseits ist er da in “guter” Gesellschaft:
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat die Tötung des Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden in Pakistan begrüßt.
“Hallo, Tötung! Wie geht’s?”
“Dass diesem Terroristen sein blutiges Handwerk gelegt werden konnte, ist eine gute Nachricht für alle friedliebenden und freiheitlich denkenden Menschen in der Welt”, sagte Westerwelle am Montag in Berlin.
Da freuen sich alle friedliebenden und freiheitlich denkenden Menschen in der Welt aber, dass die Streitkräfte der Vereinigten Staaten wieder einen fiesen Terroristen gemeuchelt haben. Aber er hat es ja verdient, denn:
Bin Laden sei einer der “brutalsten Terroristen der Welt” gewesen, der das Leben von mehreren tausend Menschen auf dem Gewissen habe.
Wir folgern: Das kranke Weltbild der “westlichen Demokratie” besagt, dass es eine angemessene Reaktion auf tausendfachen Mord ist, denjenigen, der für den Mord verantwortlich ist, mitsamt seinen Verbündeten und notfalls dem gesamten zivilen Volk in des Verantwortlichen Heimatland niederzustrecken.
Soll ich jetzt kurz zählen, wie viele tausend Menschen aufgrund des Befehls der Herren Bush Jr. und Obama bereits ihr Leben lassen mussten? Und was bedeutet das eigentlich im Umkehrschluss? Nur so als Hypothese, versteht sich.
Aber es ist prima, dass Obama Osama bin Laden nun angeblich tot ist, denn ich bin davon überzeugt, dass sich alle bösen Menschen jetzt ganz dolle fürchten und es nie wieder Krieg geben wird. Ganz ehrlich.


An sich trauere ich. Denn der Kopfschuss beförderte zwar mit Sicherheit, jedoch viel zu schnell ins Jenseits. Vielleicht hätte man es wie die Araber machen sollen: Mit einem Messer langsam den Kopf abschneiden, dabei filmen und dann ab ins Netz damit.
Einfach morden reicht nicht, man muss den zu Ermordenden dabei leiden lassen, denn sonst geht ja der ganze Spaß flöten?
Mit Verlaub, du stellst dich so als einen widerwärtigen, Menschen verachtenden Zeitgenossen dar.
Na, ist deine Reputation.
Von mir aus.
Apropos menschenverachtend: http://www.liveleak.com/view?i=46327ba5c5&to_friend=1
Gibt ja noch jede Menge mehr davon. Tolles Volk, die Araber.
Unter diesem Eindruck bitte ich den Begriff “vielleicht” im Sinne von “Auf keinen Fall” zu verstehen.
Worauf willst du hinaus? Arabische Terroristen lassen Opfer gern leiden, darum wäre es angemessen, einen afghanischen Sektenführer auch so zu behandeln? Du siehst mich verwirrt.
Ich bin stimme mit Dir darüber ein, dass Du ein Wirrkopf bist. Ich bin auch davon überzeugt, dass Du mich ausnahmsweise mal richtig verstanden hast, Du agent provocateur.
Wovon sprichst du?
Terrorismus, Kriege und andere Auseinandersetzungen wird es immer geben, solange es unterschiedliche, wie auch immer gestaltete Interessen gibt. Man kann jede Auseinandersetzung immer irgendwie rechtfertigen. Im größten Teil Europas hat man es geschafft, seit dem 2. Weltkrieg über wirtschaftliche Beziehungen Frieden zu schaffen und zu erhalten. Diesen Frieden gilt es zu verteidigen, was die Abwesenheit von Terrorismus einschließt. Und das ist für mich Grund genug, Osama & Co. zu vernichten, egal, wem man in diesem Konflikt auch die Schuld in die Schuhe schieben mag.
Ich verstehe, Frieden verteidigt man am besten mit Bomben und Panzern.
Insofern war Hitler doch ein Pazifist, er wollte auch nur Frieden im eigenen Land…
Klar funktioniert das so. Soweit mir bekannt ist, hat Osama als Privatperson den Krieg erklärt. Er hat genau das bekommen, was er wollte und sollte froh sein, dass der Westen seine Forderung erfüllt hat. So viele Jungfrauen wie er habe ich jedenfalls nicht zur Verfügung.
Einmal abgesehen, dass im Koran von “Früchten” und nicht von Frauen die Rede ist, ich ihn aber auch um den ziemlich großen Obstkorb beneide:
Er hat niemandem den Krieg erklärt.
So weit mir als Nichtjurist bekannt ist *reim*, können Privatpersonen gar keinen Krieg erklären. Bzw. habe ich den USA auch schon mehrfach den Krieg erklärt, hat das irgendeine diplomatische Bedeutung? Nein, Krieg erklärt haben die anderen.
Moslems selbst sprechen von Frauen, völlig egal, wie Du das verstehst. Für mich gilt nur deren eigene Aussage.
Der Rest ist falsch, es sei denn, die Übersetzung seiner damaligen Erklärung ist falsch. Im übrigen kann jeder jedem den Krieg erklären, genauso, wie ich Dein Fahrrad, jederzeit verkaufen kann. Eine andere Frage ist nur, ob dies rechtlich erheblich ist. Aber das wurde von Dir nicht bestritten.
Wenn ich so ein Gott wäre, mir wäre es ja egal, ob meine dummen Schäfchen Obst und Frauen verwechseln, ich würd denen trotzdem keine geben.
Eben. Nur haben die USA Afghanistan den Krieg erklärt, nicht aber andersherum.
Osama war nicht offizieller Repräsentant Afghanistans. Das unterscheidet eben rechtmäßige Kombattanten von Freischärlern und Terroristen. Er hat sehr wohl den Krieg erklärt und, nach seiner Auffassung, Glück gehabt., dabei getötet zu werden.
Mit welcher Begründung wurde dann Afghanistan geplättet?
Was hat das damit zu tun?
Du hast den Mord versucht damit zu rechtfertigen, dass der Ermordete selbst “den Krieg erklärt hat”. Ich habe das andersherum in Erinnerung.
Ich rechtfertige hier gar nichts. Wer sich Gefahr begibt, kommt darin um. Pech gehabt, und ab zu den Fischis.
Bin mal weg.
Dies noch mal zu der Frage, wer hier eigentlich Krieg erklärt hat. Quelle: SPON.
http://www.youtube.com/watch?v=weiZRg48IbY
Das Video ist in Luxemburg nicht verfügbar.
Hä? Nimm ’nen Proxy. Ist auch egal, bin mal bis heute Abend außer Haus.
Dies ist bei mir immer der Fall.
Tja, da Du hier scheinbar vor unüberwindlichen, technischen Schwierigkeiten stehst, erkläre mir doch bitte wenigstens, welches Merkmal die Tat als Mord qualifizieren sollte.
Beabsichtigte Tötung aus niederen Motiven.
Was lässt denn die Motive in deutlich weiterreichendem Maße als bei einem Totschlag verachtenswert erscheinen? Beachte: Es kommt auf eine rechtliche Bewertung an.
Gemäß § 211 StGB sind hier gleich mehrere Kriterien erfüllt: Vorsatz, niedere Motive, außerdem Deckung einer anderen Straftat (Ablenkung von den diversen Kriegsverbrechen der US-amerikanischen Truppen). Aber ob das StGB hier greift?
Helmut Schmidt hat sich dazu gestern bei Beckmann geäußert. Nachholen.
Vorsatz ist kein Merkmal, dass eine Tötung als Mord qualifiziert. Auch ein Totschlag erfolgt vorsätzlich (das Thema hatten wir übrigens schon, schade…). Die Verdeckungsabsicht einer anderen Straftat setzt voraus, dass sich der Täter sich einer Strafverfolgung entziehen will, was hier außer Betracht bleibt. Einer möglichen Strafverfolgung könnten sich “die Amerikaner” (wer soll das sein? Wir haben kein Kollektivstrafrecht. Hier hat nur einer evtl. in Mittäterschaft eine Tötung begangen, unterstellt, die bisherige Berichterstattung entspricht den tatsächlichen Geschehnissen) nach deren Vorstellung auch bei großzüger Betrachtungsweise sicher nicht entziehen. Wie auch?
Sicherlich dürfte das deutsche Strafrecht hier kaum greifen.
Du setzt hierneben wiederum niedrige Motive voraus, ohne dies zu begründen.
Trotzdem kommst Du dennoch zum Schluss, gemäß § 211 StGB (Mord) seien hier gleich mehrere Kriterien erfüllt, obwohl Deine Subsumtion unzutreffend (Tötung aus Verdeckungsabsicht, deutsches Strafrecht anwendbar) ist und nicht durchgeführt wird (Tötung aus sonst niedrigen Beweggründen).
Bei allem Respekt, H. Schmidt ist en VWLer und hat von Jura “0” Ahnung. Nein, hier wird nichts nachgeholt.
Nach alledem bleibt festzuhalten. Deine Überschrift “Endlich Mord!” ist schlicht und ergreifend falsch. Richtiger wäre gewesen: “Endlich Tötung!” Aber das klingt wohl zu wenig nach Blödzeitung.
Wie schade, du hast meine schöne Satire durchschaut.
Ich habe Dich längst durchschaut.
Erzähl das niemandem.
Ich kann schweigen…wie auch über Dein anderes kleines, aber viel schwerwiegenderes Geheimnis.
Zu gütig. Welches der zahlreichen Geheimnisse ist gemeint?
Deine Kollaboration mit einem angeblichen Intimfeind.
Ich würde es Unterwanderung nennen.
Dann lass über bloße Anwesenheit hinausgehende, sichtbare Ergebnisse folgen.
Ohne Analyse ist kein gezielter Schlag möglich.
Also doch keine Unterwanderung.
“Als politische Subversion bezeichnet man eine Tätigkeit im Verborgenen, deren Ziel der Umsturz einer bestehenden Ordnung durch Unterwanderung und Untergrabung ist.”
Methoden der Subversion können sein:
Terror: Die Verleumdung, Bedrohung, Erpressung, Beraubung, Entführung, Verletzung oder Tötung von Repräsentanten, Mitgliedern, Helfern oder Helfershelfern dieser Ordnung.
Sabotage: Die Wegnahme, Beschädigung oder Zerstörung von Gegenständen und Bestandteilen der Infrastruktur, die der Aufrechterhaltung dieser Ordnung dienen.
Diversion: Die Verbreitung von Gerüchten oder Falschmeldungen, die Verfälschung oder Unterdrückung von Nachrichten und Dokumenten, offene oder versteckte Propaganda gegen diese Ordnung oder für Gruppen oder Individuen, die gegen diese Ordnung kämpfen, deren Anwerbung, Ein- oder Ausschleusung und Finanzierung, desgleichen die Korruption oder Abwerbung von Unterstützern der Ordnung.
Also lasse Taten folgen (ich kenne auch Wikipedia).
Ich bevorzuge subtiles.
Ich werde dies, sofern möglich, aufmerksam verfolgen.
Dann ist es nicht subtil genug.
Gib Dir halt mehr Mühe, als bei diesem Beitrag hier.
Nöööö…
ob mord oder totschlag: die tötung erscheint vorsätzlich oder hin genommen. eine aufklärung der tatsächlichen begebenheiten wird sicherlich nicht erfolgen oder gar verdeckt werden. ein freuen jedoch über die tötung eines menschen, ist niemals hinnehmbar. und raubt mir zunächst den atem und den glauben an vieles. *fremdschäm*
Ich habe mit der Erschießung kein moralisches Problem.
Warum auch? War ja nur ein blöder Terrorist und kein Mensch oder so.
Jetzt hast Du’s!
Nee, du. Aber was “’s” ist, erläutere ich aus rechtlichen Gründen hier lieber nicht.
Pumuckl würde sagen, Du bist ein großer Geheimnisser.
Du eignest dich nicht zum knollennasigen Kobold.
Stimmt. Dafür ist meine Nase zu lang. Pinocchio käme auch aufgrund meines Berufes schon eher in Betracht.
Du Holzkopf.
Du Struwwelpeter.
Boah, bist du oberflächlich.
Vor allen Dingen bin ich erstmal weg. Gute Nacht.
Freut mich. Nacht.
Zu früh gefreut. Bin wieder da. Schlimm?
So lange das nicht zur Regel wird…