Da schwelt doch, gerade verloschen geglaubt, schon wieder das Thema “Frauenquote” durch die Politik, ausgelöst von — wie so oft — Kristina Schröder. Hatte sie aber im November noch bemerkenswerte Geistesblitze, die mich beinahe meinen Glauben daran, dass man ein naturgegeben schlechter Mensch sein muss, um in der CDU zu sein, verlieren ließen, macht sie das jetzt alles wieder wett:
Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) will mehr weibliche Führungskräfte in Wirtschaft und Verwaltung, notfalls per Gesetz. Der “Wiesbadener Kurier” berichtete vorab, Schröders Ministerium werde prüfen, ob und inwieweit die Gesetze geändert und effektiver gestaltet werden müssen. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes solle maßgeblich erhöht werden.
Auch Stimmen Dritter werden gehört, und für interessant halte ich außer der von Frau Inga Koster, die eine Frauenquote zu Recht Männerdiskriminierung nennt, aber, ohne etwas zu bemerken, von “der Kandidatin/dem Kandidaten” schwafelt, vor allem diese hier:
Rita Lietzke, 53, verantwortet bei der als Personalmanagerin (sic!) bei der Deutschen Telekom den Vorstandsbereich Innovation und Technologie. Sie sagt: “Frauenquoten sind ein notwendiges Übel.”
Das ist ja mal ganz interessant zu lesen, was so eine Personalmanagerin bei der Deutschen Telekom an einem langen Tag so vor sich hinplappert, aber wieso soll eine Frauenquote denn “notwendig” sein?
Wie groß ist der Prozentsatz der männlichen Führungskräfte in Altenpflegeheimen, wie groß der männlicher Kindergärtner oder Grundschullehrkräfte? Die Statistiken schwanken, die absoluten Zahlen aber sind eindeutig. Drei Männer, so erfuhr ich aus Fachkreisen, wären in einem Kindergarten beliebiger Größe schon ein erstaunlich großer Anteil.
Wer einen Menschen nach seinem Geschlecht statt nach seiner Qualifikation bewertet, diskriminiert ihn. “Herzlichen Glückwunsch, Sie haben Eierstöcke, Sie sind eingestellt!”
Man kann auch per Gesetz nur schlecht dafür sorgen, dass sich mehr Frauen für eine qualifizierte Tätigkeit in der EDV- oder einer ähnlich gut bezahlten Branche interessieren. Die Interessen eines Menschen sind ihm in jahrtausendlanger Evolution quasi genetisch antrainiert worden. “Wir können den Unternehmen nicht verbieten, Elektrotechniker besser zu bezahlen als Germanisten.”
Alles wieder offen? Ich bin gespannt, wozu sich die bescheidene künftige Bundesmutter dann nächstes Mal bekennt.


bundesmudda?
ja, ich finde eh man sollte alle männer per gesetz verbieten.
oder zumindest alle männer gesetzlich an den häuslichen herd binden!
Und den Herd sprengen!
ja verdammt!