Es ist Montag. In den USA wurde letzte Woche eine Flitzpiepe ihres Lebens beraubt, erfahre ich in den einschlägigen Medien. Erschreckend ist daran der Jubel, die „Pointe“, dass ein Befürworter von Waffengewalt erschossen wurde, was ihm, hahaha, bestimmt selbst gefallen hätte, zum Wesen habend, auch deutschsprachiger Insinternetreinschreiber. Ist das die Antwort auf die Frage, wie wir unsere gesellschaftlichen Konflikte künftig lösen möchten? Welche relevante Autorität außer natürlich der Kirche bestimmt darüber, wer dringend umgebracht werden sollte und wer auf keinen Fall? Werden noch Freiwillige gesucht?
(Heute schon über den Überphallus geredet?)
Ich habe dieser Tage übrigens mal nachgesehen, was meine Rundfunkgebühren so machen, und sehe mich mit „fassungslos“ noch deutlich unzureichend zusammengefasst. Vielleicht so viel: Kennt noch jemand das sprechende Pferd aus Ren & Stimpy? – Lustiger: Microsoft findet, seine Mitarbeiter sollten wieder häufiger im Büro arbeiten, weil Teams für die Teamarbeit ungeeignet sei. Ich stimme diesbezüglich uneingeschränkt zu. Die Arbeit als solche hat’s ohnehin längst zerlegt: Junge Leute nutzen ChatGPT, um ihre Bewerbungen zu schreiben, die Personalabteilung nutzt „KI“, um sie zu lesen, niemand wird eingestellt. Die Politik braucht noch ein bisschen, um die Tragweite zu verstehen, fordert aber sicherheitshalber mehr Wohlstand für irgendwen; und sei’s nur für die Hersteller von „KI“. (Manfred Weber hätte gern eine „Auto-Universität“. Wird man da Diplom-Pkw oder schon Masterkombi?)
Fundstück zum quasi gleichen Thema, also Arbeiten im Alter: Dieser Herr hat zwei Tage nach seinem 100. Geburtstag sein Debütalbum unter eigenem Namen aufgenommen. Gut, er hat geschummelt, war er doch seit 1958 für das Sun Ra Arkestra tätig, von dem einige Musiker ihm auch hier aushalfen. Wenn ich mal 100 Jahre alt werden sollte, möchte ich auch ein richtiges Instrument beherrschen. Momentan reicht es nur für Rhythmusgitarre und schiefen Gesang und beides ist zwar skurril, darüberhinaus aber nicht interessant.
Und weil wir gerade dabei sind: Musik.
(Gibt’s ja auch nicht mehr. Schade eigentlich.)
Guten Morgen.




Man sollte niemals ÜBER Penisse reden, sondern immer MIT ihnen. Erst einmal ganz achtsam mit dem eigenen, und wenn das einigermaßen klappt, dann auch mit fremden. Wichtig: vorher den jeweiligen Penis-Besitzenden fragen, ob er, sie oder es damit einverstanden ist, sonst kann die Sache unschön werden. Wer keinen Penis hat oder sich nicht ganz sicher ist, ob er/sie/es einen hat kann auch versuchen, sich mit (s)einer/ihrer Vagina zu unterhalten – aber Vorsicht: manche Mösen mögen Monologe!
PS.
Danke für die Gelegenheit, hier so oft „Penis“ schreiben zu dürfen, hihi! Wenns zuviel sein sollte, bitte löschen. Ich werd mich dann schon mit irgendeinem Penis trösten.
Bitte keine Videos.
Muss nicht. Ich könnte aber vielleicht was schönes malen? Das ginge auch mit meinem Pe… ich hör ja schon auf.
Oft werde ich auch vom väterlich orientiertem Über-Ich heimgesucht, meistens unterhalb der Wahrnehmungsschwelle, sodass mir ein direkter Bezug zu
Kastrationsangst und Penisneid verschlossen bleibt. Bei dir ist da etwas durchgebrochen. Lebe es
aus. Deine ödipalen Impulse werden vermutlich durch das Lampenfieber kurz vor der Premiere des gestiefelten Katers
ausgelöst, könnten jedoch auch mit der politischen Gesamtlage in zusammenhang stehen.
Entschuldigung. Ich wollte mich nicht aufdrängen. Lass es einfach raus. Befreie dich von leeren Konventionen und belastenden Gefühlen.
LG Siggi
Über Nacht sind hier einige schöne PeniSentenzen spurlos verschwunden … warum nur?
Hatte technische Gründe.