Es ist für wohl niemanden, der nicht unbedingt für eine anstehende Wahl Stimmen von Wählern ohne allzu viel wirtschaftliches Verständnis braucht, eine langfristig gute Idee, Arbeitsplätze in einer nicht mehr zeitgemäßen Branche mit immer neuem „öffentlichem“, d.h. meinem, Geld gegen den Widerstand des freien Marktes über die Zeit zu tragen und dabei zu hoffen, dass der freie Markt es sich noch mal anders überlegt.
Dennoch ist das Wehklagen heute nicht minder groß als die Verblüffung, dass, wer immer die gleiche Arbeit verrichtet, stets das gleiche Ergebnis erwarten sollte, denn „Karstadt“, d.h. Galeria Karstadt Kaufhof, ist zum dritten Mal innerhalb von nur drei Jahren „befreit“ (Olivier van den Bossche), d.h. „insolvent“ (Archivversion), d.h. pleite. Man könnte daraus vermutlich, wie ich schon vor fast drei Jahren feststellte, etwas lernen. Die Existenz von Warenhäusern, in die man reingehen und für viel Geld genau das nicht finden kann, was man gerade benötigt, woraufhin man auf Amazon.de (gegründet 1998, also quasi noch underground und Neuland) geht und ein reiches Arschloch (Noah Berlatsky) noch reicher macht, ist mit Tradition und Kultur allein jedenfalls nicht mehr zu entschuldigen.


Es wäre noch früher gegangen. Otto versaut Hamburch. Gut, für Bücher hätte man auf 2001 ausweichen müssen.