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Kurzkritik: B R I Q U E V I L L E — Quelle

Briqueville - QuelleLange nichts mehr über Musik geschrieben. Wie ist die Akten­lage?

Nun, unge­fähr so: Seit das bel­gis­che Quin­tett B R I Q U E V I L L E — die Leerze­ichen gehören zum Namen — mit ihrem zweit­en Album „II“ (2017) ange­fan­gen hat, ihren bis dahin durch­num­merierten Stück­en das Wort „Akte“ voranzustellen, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch ein Stück namens „Akte X“ erscheinen würde. B R I Q U E V I L L E — die Leerze­ichen gehören zum Namen — haben das auf ihrem drit­ten Album „Quelle“ (Amazon.de, Band­camp) endlich geschafft, die Zahlen gehen von „Akte VIII“ bis „Akte XV“.

Der Name ist trotz des Zufalls — Akte X (die Serie) heißt auf Bel­gisch gar nicht Akte X — gut gewählt, denn das 14:32 Minuten lange Stück, das deut­lich läng­ste auf „Quelle“, wird von ein­er düsteren Atmo­sphäre getra­gen. B R I Q U E V I L L E — die Leerze­ichen gehören zum Namen — kön­nen hier so auss­chweifend wie an kein­er anderen Stelle auf „Quelle“ einen Kon­trast zwis­chen brachialen Met­al­riffs und bedrohlich brodel­n­dem Doom-Irgend­was auf­bauen, der schon in „Akte XI“ wieder gän­zlich den Gitar­ren weicht. „Akte XII“ spin­nt diese Met­al­riffs um eine Art ori­en­tal­is­che Grund­melodie. Das Inter­net ver­sucht dieses Album als Post-Met­al zu kat­e­gorisieren, aber das wäre zu ein­fach, das haben Gen­res nun mal so an sich.

B R I Q U E V I L L E — die Leerze­ichen gehören zum Namen — haben in dem an inter­es­san­ten Alben nicht armen Jahr 2020 (so eine Pan­demie scheint doch Vorteile zu haben) ihrem Anspruch, ein „instru­men­tales Mantra“ aus „gruseli­gen Gitar­ren“ (Quelle: B R I Q U E V I L L E — die Leerze­ichen gehören zum Namen) zu erzeu­gen, so viel sei gesagt, mehr als bloß Genüge getan.

Akte X

Wieder so eine Gruppe, die ich im Auge behal­ten sollte. So langsam wird es voll in meinen Augen.

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