Wirtschaft
Kurz gefragt: Rück­wärts­re­vo­lu­ti­on jetzt!

Wäre es ange­sichts des gele­gent­lich bizarr anmu­ten­den Rufs nach der Über­win­dung der herr­schen­den Ver­hält­nis­se („Revo­lu­ti­on“) im Zuge der Coro­nasitua­ti­on und unter Berück­sich­ti­gung des Umstands, dass die­je­ni­gen, die ihn zahl­reich mit einem Gerät, das es ohne kapi­ta­li­sti­sche Bestre­bun­gen gar nicht gäbe, über ein Netz­werk, in das sie ohne kapi­ta­li­sti­sche Bestre­bun­gen gar nicht rein­kä­men, in ein sozia­les Medi­um, des­sen wesent­li­cher Antrieb die Kapi­tal­meh­rung ist, hin­ein­schrei­ben, nicht auch und gera­de in deren Sin­ne, man schaff­te den Kapi­ta­lis­mus und sei­ne Fol­gen (bezahl­ba­re EDV und sozia­le Netz­wer­ke) jetzt erst recht nicht ab?

Senfecke:

  1. Es ist noch immer falsch und eine bizar­re Welt­sicht, jeden tech­ni­schen Fort­schritt für den Kapi­ta­lis­mus zu rekla­mie­ren. Din­ger, die mög­lichst schnell kaputt­ge­hen, ja. Din­ger, die stän­dig neue Design-fea­tures haben ja. Aber nicht Din­ger, die nütz­lich sind. Die wer­den von Leu­ten mit Ideen ent­wickelt, nicht von dem Geld, das ande­re mit deren Arbeit ver­meh­ren.
    Noch – Ver­zei­hung – düm­mer ist es, die Kom­mu­ni­ka­ti­on von Kapi­ta­lis­mus­kri­tik zu des­avou­ie­ren, weil Men­schen gezwun­gen sind, dafür kapi­ta­li­stisch pro­du­zier­te Tech­nik ein­zu­set­zen. Und noch eim blö­der ist die stän­di­ge Wie­der­ho­lung sol­chen Unsinns.

    • Eine Idee bezahlt kei­ne Fabri­ken, kei­ne Mit­ar­bei­ter und kei­ne Mate­ria­li­en. Ohne den Kapi­ta­lis­mus hät­te der von mir auf­ge­zähl­te tech­ni­sche Fort­schritt im Übri­gen auch kei­ne Lob­by gehabt. Wen juckt, was irgend­wel­che Nerds im Kel­ler aus­tüf­teln? Aber Com­pu­ter machen Arbeits­kräf­te so viel bil­li­ger – prak­tisch! Das ist zwei­fel­los zynisch, aber ohne die­sen Gedan­ken hät­te heu­te nie­mand ein Smart­phone. Gedan­ken­spiel: Hät­te die DDR gewon­nen, hät­ten wir dann alle eines? Wenn ja, wofür? Das Web ist auch eine zutiefst kapi­ta­li­sti­sche Erfin­dung im bis dahin frei­en Inter­net.

      Natür­lich gibt es übri­gens sol­che „nicht kapi­ta­li­sti­schen“ Gerä­te, gebaut von Kin­dern aus Boden­hal­tung, etwa das „Fair­pho­ne“. Das will aber auch kei­ner haben. Wor­an das wohl liegt?

      die Kom­mu­ni­ka­ti­on von Kapi­ta­lis­mus­kri­tik zu des­avou­ie­ren, weil Men­schen gezwun­gen sind, dafür kapi­ta­li­stisch pro­du­zier­te Tech­nik ein­zu­set­zen

      Sind sie das? Wer zwingt sie denn zur Teil­nah­me an kapi­ta­li­sti­schen Medi­en? Sol­len sie doch Kapi­ta­lis­mus­kri­tik in ihren in Mut­tis Kel­ler gedruck­ten „Zei­tun­gen“ ver­üben oder in irgend­wel­chen „anti­ka­pi­ta­li­sti­schen“ Medi­en. Ich tre­te doch auch nicht extra einem Ver­ein bei, um mich auf Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen dar­über auf­re­gen zu kön­nen, wie schei­ße ich den Ver­ein fin­de. (Neu­lich aus dem CCC aus­ge­tre­ten. Gei­les Gefühl, soll­te ich öfter machen.)

      Es war deren freie Ent­schei­dung, sich mit­tels Eigen­tums­er­werbs dem Kapi­ta­lis­mus anzu­schlie­ßen. Hin­ter­her wol­len sie alle dage­gen gewe­sen sein? Kennt man.

      • Ich fan­ge mal hin­ten an: Für dich gibt es also nur den „Zwang“ zu kom­mu­ni­zie­ren oder kei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on? Und den letz­ten Satz, fürch­te ich, meinst du wirk­lich ernst. Man muss ja nicht kom­mu­ni­zie­ren, essen oder trin­ken. Ist ja alles frei­wil­lig. Man kann sich schließ­lich auch eine zwei­te Welt backen, in der nicht alles schon wem ‚gehört‘ und alles anders machen. Geht doch nach drü­ben!

        Dass Jahr­tau­sen­de lang gar nichts bezahlt wur­de und die Men­schen trotz­dem Fort­schritt geschaf­fen haben, wäre ein erster Hin­weis dar­auf, dass Geld nicht arbei­tet. Dei­ne unfass­ba­re Phan­ta­sie­lo­sig­keit, die dich ver­ken­nen lässt, dass Men­schen, die im Kapi­ta­lis­mus für Geld arbei­ten, das nicht tun, weil Geld Men­schen arbei­ten lässt, son­dern weil sie eben müs­sen, weil ohne Geld eben nix, ist lei­der viru­lent. Zu glau­ben, weil es eine histo­ri­sche Über­schnei­dung der Ent­wick­lung von Kapi­ta­lis­mus un bestimm­ten tech­ni­schen Errun­gen­schaf­ten gibt, die sich in der kon­kre­ten Aus­prä­gung gegen­sei­tig bedin­gen, kön­ne nur Kapi­ta­lis­mus tech­ni­sche Ent­wick­lung föde­rn, ist von der­sel­ben Art. Viel­leicht gäbe es kei­ne fuck­ing Samrt­phones – mei­nes benut­ze ich übri­gens aus­schließ­lich dienst­lich und weil ich muss – mag sein. Aber viel­leicht hät­ten wir dann ein anstän­di­ges Gesund­heits­sy­stem. Der­weil ver­drängt ihr Kapi­tal­freun­de ohne­hin stän­dig Peti­tes­sen wie etwa den Kon­ti­nent Afri­ka. Hej, die haben Hän­dis. Und ver­recken zu Mil­lio­nen an vor­zi­vi­li­sa­to­ri­schen Zustän­den. Man kann halt nicht alles haben und schließ­lich machen die das alle frei­wil­lig.

        p.s.: Das Schieß­pu­ver wur­de vor dem Kapi­ta­lis­mus erfun­den und hat­te dezent mehr Ein­fluss auf den Lauf der Geschich­te als das Eifon.

        p.p.s.: Ich weiß, dass das ein zweck­lo­ser Text ist, aber manch­mal muss es raus. Sor­ry.

        • Natür­lich muss man kom­mu­ni­zie­ren, essen und trin­ken, aber wenn man sich dabei der Seg­nun­gen des Kapi­ta­lis­mus bedient (näm­lich Kram, den man teu­er kau­fen muss, wor­an sich nur weni­ge berei­chern kön­nen), dann soll­te man ver­dammt noch mal auch die Cojo­nes haben, dazu zu ste­hen, statt ver­schämt „eigent­lich dage­gen“ zu sein. Als wäre Kapi­ta­list zu sein gleich­zu­set­zen mit Kin­der­schän­de­rei!

          Dass die Aus­prä­gung des Kapi­ta­lis­mus einer min­ar­chi­sti­schen Umstruk­tu­rie­rung bedür­fen könn­te, steht dabei ja auf einem ganz ande­ren Blatt.

          • aber wenn man sich dabei der Seg­nun­gen des Kapi­ta­lis­mus bedient (näm­lich Kram, den man teu­er kau­fen muss, wor­an sich nur weni­ge berei­chern kön­nen
            So ist das bei jedem Kauf.

            Als wäre Kapi­ta­list zu sein gleich­zu­set­zen mit Kin­der­schän­de­rei!
            Men­schen, die Kapi­ta­lis­mus geil fin­den, fin­den auch Mas­sen­mord geil.

      • Ohne den Kapi­ta­lis­mus hät­te der von mir auf­ge­zähl­te tech­ni­sche Fort­schritt im Übri­gen auch kei­ne Lob­by gehabt. Wen juckt, was irgend­wel­che Nerds im Kel­ler aus­tüf­teln? Aber Com­pu­ter machen Arbeits­kräf­te so viel bil­li­ger – prak­tisch!
        Ach, Com­pu­ter erleich­tern nicht gene­rell Tätig­kei­ten, unab­hän­gig vom Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nis?

        Gedan­ken­spiel: Hät­te die DDR gewon­nen, hät­ten wir dann alle eines? Wenn ja, wofür?
        Wenn man jetzt die DDR wirk­lich als nicht­ka­pi­ta­li­stisch bezeich­nen woll­te: Wur­den in der DDR kei­ne Com­pu­ter in der Pro­duk­ti­on ein­ge­setzt? War­um hät­te man dort die Funk­tio­na­li­tät von Smart­phones nicht benö­tigt?

        Das Web ist auch eine zutiefst kapi­ta­li­sti­sche Erfin­dung im bis dahin frei­en Inter­net.
        HTTP und HTML sind zutiefst kapi­ta­li­stisch?

        Es war deren freie Ent­schei­dung, sich mit­tels Eigen­tums­er­werbs dem Kapi­ta­lis­mus anzu­schlie­ßen. Hin­ter­her wol­len sie alle dage­gen gewe­sen sein? Kennt man.
        Die Teil­nah­me am Kapi­ta­lis­mus ist eine freie Ent­schei­dung?

        • Das Web wur­de Mit­te der Neun­zi­ger „groß“ – als Wer­be­kon­zer­ne es für sich ent­deck­ten, denn man konn­te dort gut Rekla­me schal­ten. Ja, HTTP und HTML sind zutiefst kapi­ta­li­stisch, denn sie haben Gopher und Use­net nur die leich­te­re Ver­brei­tung von Wer­bung vor­aus.

          Und ja: Wer zwingt dich zu einem Smart­phone, das du dir teu­er kau­fen musst? Was fin­dest du in die­sem Smart­phone, was nicht kapi­tal­ge­trie­ben ist?

          • Das Web wur­de Mit­te der Neun­zi­ger „groß“ – als Wer­be­kon­zer­ne es für sich ent­deck­ten, denn man konn­te dort gut Rekla­me schal­ten. Ja, HTTP und HTML sind zutiefst kapi­ta­li­stisch, denn sie haben Gopher und Use­net nur die leich­te­re Ver­brei­tung von Wer­bung vor­aus.
            Und wenn dann die DDR Gopher oder das Use­net ver­wen­det hät­te: wo ist das Argu­ment?

            Und ja: Wer zwingt dich zu einem Smart­phone, das du dir teu­er kau­fen musst? Was fin­dest du in die­sem Smart­phone, was nicht kapi­tal­ge­trie­ben ist?
            Also der Kauf eines Nicht-Apple-Smart­phones ist dann ein nicht­ka­pi­ta­li­sti­scher Akt? Und die Nicht-Apple-Smart­phones sind nicht kapi­tal­ge­trie­ben? Zwän­ge zum Smart­phone hat ja flat­ter schon genannt.
            Und ging es nicht eben noch dar­um, dass die Teil­nah­me am Kapi­ta­lis­mus frei­wil­lig sei?

            • Natür­lich ist sie das. Wirst du mit vor­ge­hal­te­ner Waf­fe dazu gezwun­gen, zugun­sten eines Ein­zel­nen Luxus­gü­ter zu kau­fen?

              • Man nimmt also nur am Kapi­ta­lis­mus teil, wenn man Luxus­gü­ter kauft?
                Und die Eigen­tums­ord­nung wird nicht mit vor­ge­hal­te­ner Waf­fe eta­bliert und auf­recht erhal­ten?

                • Wer ver­bie­tet dir „mit vor­ge­hal­te­ner Waf­fe“, mit einer inno­va­ti­ven (oder ein­fach nur gut wirt­schaf­ten­den) Fir­ma selbst ein stink­rei­ches Arsch­loch zu wer­den? Mach doch!

  2. Die mit Abstand lustig­sten Vögel sind im Augen­blick die Kom­mu­ni­sten, die vom Ende des Kapi­ta­lis­mus träu­men, wenn die Aus­gangs­sper­re end­lich auf­ge­ho­ben ist. Herr­gott, ihr Schat­ten­par­ker vom Pla­ne­ten Mon­go! Wenn ihr erst dar­auf war­tet, bis Vati Staat euch kei­nen Haus­ar­rest mehr gibt, wer­det ihr nie eine Revo­lu­ti­on machen. So las­set uns denn eine Bahn­steig­kar­te kau­fen.

    Das Pro­le­ta­ri­at war­tet auch wei­ter­hin auf sei­ne Befrei­ung durch den Genos­sen Flat­ter und sei­nen leni­ni­sti­schen Inter­net-Stamm­tisch. :lol:

    • Jaja, sel­ber mit der Revo­lu­ti­on in Wich­tel­bach stecken­blei­ben und dann sind’s die Ande­ren wie­der schuld.

      • Als ich noch jung war und an Ver­än­de­rung geglaubt habe, wur­den Flug­blät­ter heim­lich gedruckt und Wän­de in fin­ste­rer Nacht mit Paro­len geschmückt. Den Salon­bol­sche­wis­mus mit IP-Adres­se à la Flat­ter fin­de ich ein­fach nur pein­lich.

  3. @tux:
    Ich will mög­lichst vie­le Men­schen errei­chen, also drucke ich mei­ne „Zei­tung“ in „Mut­tis Kel­ler“, anstatt die Mög­lich­kei­ten zu nut­zen, die ich vor­fin­de, schließ­lich bin ich ein Genie. Ist eigent­lich bei euch Kapi­ta­lis­mus­fe­ti­schi­sten schon blo­ße Kapi­ta­lis­mus­kri­tik ein Sakri­leg? Wenn ich etwas gut fin­de, soll­te mir Kri­tik dann nicht erwünscht sein, weil sie im besten Fall zu Ver­bes­se­rung füh­ren könn­te?

    @Bonetti:
    Wann haben Sie zuletzt mit einem Kom­mu­ni­sten gere­det? Kei­ner von denen, die ich ken­ne, erwar­tet noch eine Revo­lu­ti­on. Das Zeit­fen­ster ist zu. Wer ist denn so bescheu­ert und ver­sucht eine Revo­lu­ti­on, wenn er genau weiß, dass er von einem hoch­tech­ni­sier­ten Mili­tär­ap­pa­rat nie­der­ge­mäht wird?

    • Ich ken­ne nur einen Men­schen per­sön­lich , der sich noch Kom­mu­nist nennt. Er betreibt eine Wer­be­agen­tur für die deut­sche Maschi­nen­bau­in­du­strie und dreht Wer­be­fil­me. Ein Trau­er­spiel, wenn ich ihn in sei­ner Vil­la in Wies­ba­den besu­che, und er mit mir auf Fidel Castro anstößt. Aber im Inter­net gibt es die­se lusti­gen Gesel­len immer noch – so wie Alu­hut­trä­ger, Glo­bu­lischlucker und ande­res merk­wür­di­ge Volk.

  4. (Leu­te, Leu­te. Man­che Bei­trä­ge schrei­be ich ja inzwi­schen nur noch, weil ich mich auf die Ant­wor­ten freue. Es ist die klei­ne Unter­hal­tung in schwie­ri­gen Zei­ten für einen alten Zyni­ker…)

    • Sind wir uns einig, dass es gera­de welt­weit eini­ge nicht unwe­sent­li­che Pro­ble­me gibt (z.B. mas­si­ve Umwelt­zer­stö­rung, dro­hen­der Kli­ma­kol­laps, obszö­ner Reich­tum einer­seits, Ver­elen­dung ande­rer­seits)?
      Und könn­ten die­se Pro­ble­me mög­li­cher­wei­se von einem Wirt­schafts­sy­stem her­rüh­ren, in dem Din­ge getan wer­den, weil sie Pro­fit brin­gen, und nicht, weil sie ver­nünf­tig oder gut sind?

  5. Wie­so? Ist doch dei­ne Ent­schei­dung.
    Ja, zu Ver­hun­gern oder am Kapi­ta­lis­mus teil­zu­neh­men ist eine Ent­schei­dung.

      • Haste mal n Feld? Ich such grad eins.
        Ist’n schö­nes Land, aber sie haben’s gestoh­len, schon vor lan­ger Zeit. Wenn ihr die Wüste hin­ter euch habt, kommt ihr in das Land, was um Bak­ers­field ‘rum liegt. Und ihr habt noch nie so’n schö­nes Land gesehn. Lau­ter Wein­gär­ten und über­all Obst – wirk­lich das schön­ste Land, was ihr euch den­ken könnt. Und ihr fahrt an guten, fet­ten Fel­dern vor­bei, und die Fel­der lie­gen brach. Aber ihr könnt nichts haben von den Fel­dern. Die gehö­ren der Land-und Vieh-Gesell­schaft. Und wenn sie die Fel­der nicht bear­bei­ten wol­len, dann las­sen sie’s eben blei­ben. Aber wenn ihr auf die Fel­der geht und euch da ‘n biß­chen was anbaut, stecken sie euch ins Gefäng­nis.

        p.s.: Wenn sie noch Gefan­ge­ne gemacht haben. Aber das war ja damals und in den USA, und da gab’s ja kaum Land. Heu­te und hier alles viel bes­ser. Ein­fach mal ein Feld bewirt­schaf­ten, du fau­ler Sack!

  6. Kommunismus/Sozialismus war bis jetzt immer und zu 100% der tota­le fail mit Mil­lio­nen von Toten.

    Aber die Kom­mie-Spin­ner hier haben natür­lich das Patent­re­zept wie es beim näch­sten Mal klappt, weil die vor­he­ri­gen Fehl­ver­su­che natür­lich kein „rich­ti­ger“ Kommunismus/Sozialismus war oder die bösen Amis oder wer auch immer ist Schuld das es nicht geklappt hat. So wie im Vene­zue­la gera­de Kilo­me­ter­lan­ge Schlan­gen vor den Tank­stel­len sind, obwohl das Öl da aus der Erde spru­delt.

    Hier kann man sich mal einen Ein­druck vom Cha­rak­ter ihres gelieb­ten Ober-Kom­mies machen:
    https://www.danisch.de/blog/2019/12/01/lieber-karl/

    • Soll die Argu­men­ta­ti­on jetzt sein, dass man gar nichts ande­res als Kapi­ta­lis­mus machen darf, weil es ein paar Syste­me gab, die man­che Din­ge etwas anders gemacht haben, als der Kapi­ta­lis­mus (aber wei­ter­hin aus Lohn­ar­beit und Waren­wirt­schaft bestan­den), die angeb­lich „bis jetzt immer und zu 100% der tota­le fail mit Mil­lio­nen von Toten“ waren? Wir dür­fen des­halb wei­ter­hin nur für den Pro­fit statt für den Bedarf pro­du­zie­ren?
      Lie­ber ein System wei­ter­lau­fen las­sen, das x‑fach so vie­le Tote pro­du­ziert, die Lebens­grund­la­gen völ­lig zer­stört, Men­schen mas­sen­haft durch Hun­ger ermor­det wäh­rend es die Hälf­te der Lebens­mit­tel ver­nich­tet und ande­rer­seits Men­schen ver­fet­ten und Diät machen lässt, Obdach­lo­sig­keit bei gleich­zei­ti­gem Leer­stand pro­du­ziert, die­se tol­le Ver­tei­lung selbst­ver­ständ­lich auch bei allen ande­ren sei­ner Waren auf­weist, wobei der Man­gel immer eine rie­si­ge Mehr­heit betrifft (obwohl sie buckeln bis zum Umfal­len) und der Über­fluss nur eine klei­ne Min­der­heit?

      Was siehst du aber den Split­ter in dei­nes Bru­ders Auge und nimmst nicht wahr den Bal­ken in dei­nem Auge?

      oder die bösen Amis oder wer auch immer ist Schuld das es nicht geklappt hat.
      Ist der Kapi­ta­lis­mus denn nicht ein extrem expan­si­ves und tota­li­tä­res System, das alles der Ver­wer­tung unter­wer­fen will?

  7. Was Luxus ist oder not­wen­dig­keit ‚ent­schei­det sich ganz ein­fach…
    hat man die Ressourcen,sowohl mone­tär oder vom Durch­hal­te­ver­mö­gen..
    Habe ich Vor­rä­te oder sonst was,kann ich mich evtll rein­mo­geln oder habe ich so ein Ver­lan­gen nach etwas,das die Ver­nunft aus­schliesst?!
    Und das alles lässt sich durch(Selbst)-Erziehung steu­ern und durch cle­v­re Produkt-(werbung)lenken.
    Nicht bei jeden,nicht immer,manchmal brauchts was Neu­es usw.
    Wer­bung funk­tio­niert auf­grund von in der Theo­rie ent­wickel­ten Ideen,die erfolg­reich in die Pra­xis umge­setzt wur­den…

    Da fehlt dem Kom­mu­nis­mus ganz klar ne gan­ze Ecke…z.B. sowas wie Hass­loch… :? 8)
    sueddeutsche.de/wirtschaft/der-deutsche-testmarkt-das-hassloch-experiment‑1.907694
    Also mit 20.000 Durch­schnitts­bür­gern Kom­mu­nis­mus aus­pro­bie­ren…
    solan­ge sowas nicht ernst­haft gemacht wird, ist Kom­mu­nis­mus ganz net­tes Papier…

  8. Ich muss ihm zwar recht geben, aber hau doch den flat­ter raus, ande­ren Mei­nung geht nicht, außer­dem geht er Dir doch bestimmt mit Fak­ten auf den Sack?! ;) :P
    War­um ich den­ke das er Recht hat… Hier im Osten haben wir damals Ver­bes­se­run­gen ent­wickelt und neue Ideen ein­ge­bracht, ohne finan­zi­el­le Vor­tei­le zu erwar­ten. Bei­spiel Koh­le­tagw­bau, ohne die ‚Neue­rer‘ hät­te der Arbeits­schutz mau aus­ge­se­hen. Genaue­res zu erfra­gen bei der ‚Hei­li­gen Bar­ba­ra‘… ;)

  9. @Gustav (18.4. 9:34 Uhr):
    Die­se Revo­lu­tio­nen uns soz. Ver­su­che erfor­der­ten in der Tat hun­dert­tau­sen­de Tode!
    Wer hat eigent­lich mal die Opfer der kapi­ta­li­sti­schen Wirt­schaft gezählt? Kei­ner, sind nur Lati­nos, Neger und Mos­lems – such Dir was aus.
    Ver­such die­se Expe­ri­men­te einer glei­chen Gesell­schafts­ord­nung mal im histo­ri­schen Kon­text zu sehen. Glaubst Du am 17. Juni 1953 haben aus­län­di­sche Geheim­dien­ste nicht mit gezün­delt? Naiv, soll­te es so sein. Schau Dir die System-Chan­ge-Ver­su­che in Jugo­sla­wi­en, Ukrai­ne, Vene­zue­la oder Syri­en an! Da ist nix spon­tan, so was wird vor­be­rei­tet und instal­liert.
    Ich sach’s noch­mal, Ver­bes­se­run­gen ent­ste­hen auch aus rei­nem Über­le­bens­wil­len, aus Ehr­geiz oder eben aus Inter­es­se – da gibt es kein Gesetz zur Pro­fit­sucht. Der erste FCKW-freie Kühl­schrank ist so ein Bei­spiel… ein­fach mal DuckDuckGo’n.

    • Wer hat eigent­lich mal die Opfer der kapi­ta­li­sti­schen Wirt­schaft gezählt? Kei­ner, sind nur Lati­nos, Neger und Mos­lems – such Dir was aus.
      Hä? Die zwei Welt­krie­ge inklu­si­ve Gene­ral­plan Ost, Kon­zen­tra­ti­ons- und Ver­nich­tungs­la­ger, die gan­zen hier sehr lücken­haft auf­ge­zähl­ten Mili­tär­ope­ra­tio­nen, die gan­zen son­sti­gen Krie­ge, etc. (oder schau­en wir mal hier nach) das waren nicht nur Lati­nos, Neger und Mos­lems.

      Und natür­lich ist es der Kapi­ta­lis­mus (als System) nie schuld, son­dern das ist dann immer die Eigen­ver­ant­wor­tung bzw. es liegt an den Macht­ha­bern mit ihren Reschie­men in Afri­ka, oder an der jüdi­schen Welt­ver­schwö­rung, etc., die zu kor­rupt oder was auch immer sind (also nur ein­zel­ne schwar­ze Scha­fe, die das schö­ne gute System kaputt machen).

  10. Mich beschleicht der Ver­dacht daß die Kapi­ta­lis­mus­kri­ti­ker kei­ne der übli­chen Kapi­ta­lis­mus­de­fi­ni­tio­nen benut­zen son­dern sich einen Stroh­mann basteln der all das Böse der Welt ver­kör­pert. Wir durf­ten doch neu­lich bei Tilo Jung lesen daß links die eige­ne Wohl­fühl­b­la­se sei woge­gen Sta­lin, Mao und die DDR rechts sind. Genau­so stell ich mir die­se Kapi­ta­lis­mus­kri­tik vor.

    • Mich beschleicht der Ver­dacht daß die Kapi­ta­lis­mus­kri­ti­ker kei­ne der übli­chen Kapi­ta­lis­mus­de­fi­ni­tio­nen benut­zen

      Geht das auch kon­kre­ter?

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