Kennt ihr eigentlich Netzpolitik.org? Netzpolitik.org, selbsternanntes Sprachrohr der Netzgemeinde und in letzter Zeit durch selbstgerechtes Geschwafel und aufdringliches Gebettel, man möge doch bitte per Dauerauftrag dabei helfen, den Betrieb der Website zu finanzieren, aufgefallen, hat — hier aus ethischen Gründen nicht verlinkt — mal wieder einen auf Twitter und anderswo hämisch begleiteten “Coup” gelandet:
Letzten Monat berichtete der Spiegel über „interne E‑Mails“ zwischen „Innenministerium und Interessenvertretern bei der EU-Datenschutzreform“. Die Redaktion erhielt diese „mithilfe des Informationsfreiheitsgesetzes des Bundes“. Diese E‑Mails haben wir auch angefragt. (…) Das Innenministerium schickt uns eine CD mit einer EXE-Datei, die wir ausführen sollen. Aha. Das würden wir nach den Enthüllungen zum Staatstrojaner ja nicht mal mehr vom BSI akzeptieren.
Außerdem haben wir in unserem Büro gar keinen Windows-Rechner.
Eine CD? Was war das noch mal?
(Für die Jüngeren unter den Leser/innen (sic! A.d.V.): Das ist ein optisches Speichermedium aus dem letzten Jahrtausend. Euer iDevice hat dafür gar kein Lesegerät mehr.)
Für die Älteren unter euch: Offensichtlich ist die EDV-Ausstattung bei Netzpolitik.org auf Geräte der Firma Apple beschränkt, die für eine Kombination aus wenigen Funktionen (es fehlt mittlerweile anscheinend auch eine Möglichkeit, Musik-CDs wiederzugeben oder auch nur ins Gehäuse zu stecken) und irrwitzig hohem Preis bekannt sind.
Man verstehe mich nicht falsch: Natürlich darf sich ein jeder, dem der Sinn danach steht, in Datenschutz- und Netzpolitik-Fragen von jemandem vertreten lassen, der eine US-amerikanische, mit der NSA kooperierende Firma als seinen einzigen Hardwarelieferanten bekanntgibt. Ich meinerseits beginne zu verstehen, was mit den Spenden so passiert: Papa braucht einen neuen iPod. Aber, haha, die vom Innenministerium, hihi, schicken vertrauliche Daten auf einem nur lesbaren Datenträger. Hahaha. Hahahaha!
Ich bin nur mäßig erstaunt, wie leicht es der NSA gefallen ist, Sicherheitsmaßnahmen mancher Rechner zu umgehen.
Auch schön: kboard vereinfacht einsilbige Kommunikation unter Android. Nie wieder selbst “k.” schreiben!



Wie erkennst du denn aus dem Post da, dass die Redaktion irgendein iZeug einsetzt? Es geht im Artikel nur darum, dass auf der CD die Daten in einer .exe verpackt sind…wie bei jeder Spam-Mail.
Höchstens kann man der Redaktion die Unkenntnis von WINE vorwerfen, aber das bezweifel ich.
Mir ist nicht bekannt, dass Geräte, die nicht von Apple stammen, mittlerweile überwiegend kein DVD-Laufwerk mehr haben — und das haben sie ja geschrieben. Oder bin ich nur zu alt?
Auch sonst lebt der Artikel davon, sich über Leute lustig zu machen, die 2015 Dateien nicht auf unverschlüsselten USB-Sticks durch die Gegend schieben. Außerdem: hahaha, Windows.
Habe ich da irgendwas grundlegend missverstanden?
Sogar mein T61 hat anstelle des optischen Laufwerkes eine zweite HD.
Ich würde mich nicht so aus dem Fenster lehnen und einfach preiswert Schlussfolgerungen verfassen.
LG
Wie erklärst du dir dann den Verweis auf die “iDevices”?
Ich lese da nur
Und soll sicher ein Hipsterwitz sein.
Aber irgendwie hasst Du ja mit aller Gewalt die Mistgabel ausgepackt und bist für die einzig wahre Meinung.
Sie sei Dir gegeben und mit meinem 3 Jährigen Sohn in der Trotzphase habe ich im Moment Trotz genug.
Wünsche dir noch einen schönen Frühling und erwarte schwere investigative Nachrichten demnächst von Dir auf OSBN.de
Hipsterwitz, ja — genau wie: LOL, eine CD!!1!. Und, nicht zu vergessen: LOL, Windows!!1!. Die von BMI sind sooo doof, die verschlüsseln als .exe und nicht als, äh …
Weißte, Hipsterwitze (das ist jetzt aber sehr “assume good faith”, oder?) sind ja in Ordnung, aber nicht, wenn sie dem bloßen Draufprügeln dienen. Netzpolitik.org hat es nicht für nötig gehalten, einen konstruktiven Vorschlag zu machen. “Das ist doof” ist eher so eine Aufstampfreaktion. Dafür fehlt mir zum Glück das Verständnis.
Ansonsten mache ich aus meiner Antipathie gegen Netzpolitik.org keinen Hehl.
Das scheint wohl der Hauptgrund zu für Deine substanzlosen Vorwürfe zu sein. Mein konstruktiver Vorschlag in Deine Richtung wäre: Mach doch einfach eine Psychotherapie und finde heraus warum Du unzufrieden mit Dir und der Welt bist und Deine Probleme in andere hinein projizierst. Danach schreibst Du sicherlich konstruktivere und sinnvolle Beiträge.
Ah, ich verstehe: Alle geisteskrank, die nichts von populistischem selbstverliebtem Netzpolitik.org-Geschwalle halten.
So kann man’s halt auch sehen.
Ich finde die Arbeit von Netzpolitik gut und wichtig und weiß nicht was Dein Problem ist. Da steht überhaupt nichts davon, dass die Netzpolitik-Macher mit Apple-Geräten ausgestattet sind. Das wird gar nicht preisgegeben. Der Kommentar, an dem Du Dich so aufhängst, bezieht sich auf die Leserschaft. Soll witzig sein, kann man darüber streiten, ob es das ist. Außerdem würde ich davon ausgehen, dass die Netzpolitikmacher sich die Datei durchaus angeschaut haben. Jeder kommt schon an die Mittel. Nichts desto trotz ist das Vorgehen der Behörde natürlich unverschämt und nicht zu tolerieren. Das bezieht sich auch im Artikel wesentlich auf die Tatsache, dass es sich um eine EXE-Datei handelt, dass mit der CD ist da nicht so bedeutsam. Weniger technisch versierten AnfragerInnen könnte man auf diesem Wege durchaus einen Trojaner unterjubeln. Daher finde ich es gut, wenn Behörde hier öffentlich vorgeführt wird.
Wenn es doch nur eine Möglichkeit gäbe, so etwas herauszufinden! …
Ansonsten gilt natürlich auch weiterhin: Vorgeführt hat Netzpolitik.org sich mit so einem arroganten Geschnösel vor allem sich selbst. Und sie machen ja nicht mal einen besseren Vorschlag, wie das BMI sonst arbeiten sollte, wenn nicht mit verschlüsselten CDs. Mit einer Postkarte?
Also vorführen tust Du Dich gerade selbst, in dem Du nicht kapierst, dass es in besagtem Artikel, den Du nicht mal ordentlich verlinkst, nicht zentral darum geht, dass eine CD geschickt wurde, sondern das die Datei als ausführbare Datei eines proprietären Betriebssystems verschickt wird. Auch beklagt sich bei Netzpolitik sicher niemand über Verschlüsselung, wobei diese in diesem Fall aus zweierlei Gründen überflüssig ist: Zum einen, ist die “Verschlüsselung” mit einem Passwort heute nicht mehr als Verschlüsselung anzusehen. Zum anderen braucht es keinerlei Verschlüsselung, weil Informationen, die nach dem Informationsfreiheitsgesetz freigegeben werden, jeder bekommen kann. Es gibt also keine Geheimhaltung. Das BMI hätte also die Mails einfach ausdrucken oder ausgedruckt in ein PDF verschicken können.
Netzpolitik.org spricht von “iDevices”, die “die Jüngeren” einzig noch kennen, und beklagt sich dann über “proprietäre Betriebssysteme”? Wie war das mit Vorführen?
Du scheinst ein Problem zu haben, (Selbst)ironie zu erkennen. Sie machen sich halt ein bisschen über einen Teil ihrer eigenen Leserschaft lustig, die zu sehr an diesen IDevices hängt. Ich finde das großartig.
Es ist etwas schade, dass dir das grundlegende Verständnis für meinen Humor fehlt.
Dann erkläre mir doch worin Dein sogenannter “Humor” besteht
Ich verstehe den von Netzpolitik doch auch nicht.
1. Ich habe nicht von allen gesprochen, sondern von Dir.
2. Habe nicht von geisteskrank gesprochen, sondern von einem Therapiebedarf. Der Begriff Geisteskrank stammt aus dem psychologischen Mittelalter. Hätte ich das gemeint, hätte ich Dir eine Lobotomie vorgeschlagen. Aber so bin ich ja nicht.
3. Mein Vorschlag basiert auf Deiner völligen Fehldeutung der Aussagen in dem Netzpolitik Artikel. Da Deine Aussagen sich nicht so lesen als ob Du wenig überzeugend versuchst einen rhetorischen Stunt zu landen, sondern den Unsinn den Du von Dir gibst, tatsächlich zu glauben scheinst, ist wohl notwendig, die Ursache zu hinterfragen. Therapie ist keine Schande. Hilft Dir, hilft Deinem Umfeld
Eine Therapie ist keine Schande. Sie könnte Dir helfen Engagment
Leute haben eine andere Meinung als ich, man lernt in diesem Internet jeden Tag etwas neues.
Ich denke nicht, dass der Autor eine Therapie benötigt. Den meisten Kommentatoren wäre mit , und bei jedem Absatz geholfen.
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[…] wäre mit \, \ und \ bei […]
Bitte fixen Sie ihr ranziges Kommentarsystem. <
Niemals!
lieber tux, ich habe — im gegensatz zur versammelten ernsthaftigkeit — gekichert.
du hast ja sicher nicht meine letzten ausschweifenden neujahresansprachen gelesen, also fasse ich mal den entscheiden punkt für dich in kürze zusammen: es gibt da eine generazion digitaler boheme, die sich wichtig tut und komplett weg muss, weil sie rein gar nichts erreicht hat, selbstgefällige schwafler, die du da gerade sehr schön mit ihrer lächerlichkeit konfrontiert hast, danke dafür.
so lange die kanzlerin regiert und immer neuer scheiss in sachen digitales in gesetze gegossen wird (siehe LSR ua.) — und andererseits diese schwallbacken tag ein tag aus jammern, selle ich jedenfalls fest: die haben alles versemmelt und tun nur wichtig.
in österreich hingegen gibt’s einen, der was tut.
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/04/09/drk_20150409_0519_9f08291c.mp3
hier sehe ich nur exakt das, was du bescheibst ;-)
grüße aus der garage
Du meinst, die CDU ist schuld an Netzpolitik.org?
nein, aber das ganze sich selbst überschätzende geschwalle hat sie nicht verhindern können, oder? das ganze gegen täglich drei neue themen hat nichts verhindert. alle haben im sanskasten gesessen, sich einen geschubbert und hielten das schon für “einflussnahme auf die politik”. nope, es war nur masturbieren …