ComputerNetzfundstückeIn den NachrichtenPiratenpartei
Weltknall, 20. November 2014

Das macht Spaß.Kat­ja Kip­ping von der “Linken” bedauert, dass ihr gele­gentlich­er Bünd­nis­part­ner Piraten­partei von den Medi­en seit unge­fähr 2006 für tot erk­lärt wird oder tot ist oder bei­des:

Als ich (…) zur Vor­sitzen­den der Linken gewählt wurde, war eines mein­er Ziele, [Aus­tritte] in Rich­tung Pirat­en zu been­den. (…) In das leise Ahoi voller Bedauern mis­cht sich eine fast trotzige Hoff­nung. Die Hoff­nung, dass all jene, die mit den Pirat­en auf­brachen, die Poli­tik aufzu­mis­chen, und nun ein Scheit­ern erleben, doch noch eine Alter­na­tive zum Rück­zug ins Pri­vate find­en.

In anderen Worten: Leute, die sich bis jet­zt lieber für die “Pirat­en” als die “Linke” entsch­ieden haben, soll­ten das nun ändern, weil Kat­ja Kip­ping gehört hat, dass die Piraten­partei ja eigentlich tot ist. Zer­strit­ten­heit und Pöstchen­wahn immer­hin hat die “Linke” schon seit Langem per­fek­tion­iert, von ihnen kön­nt’ man als Pirat wohl noch was ler­nen. Quatsch mit Soße.


Der NSA-Skan­dal, der zu viel­er­lei spon­ta­nen Wün­schen nach weniger Datenkrak­en­tum führte, ist wohl schon zu lange her: Mozil­la ändert in den USA die Stan­dard­such­mas­chine von Google auf Yahoo (und damit Bing), in Blogs laufen die Kom­men­ta­toren heiß, ein neuer Benutzer solle gefäl­ligst auch kün­ftig automa­tisch Google nutzen müssen und Mozil­la habe das nicht zu entschei­den. Ver­mut­lich — ’s ist halt Ameri­ka — wird Mozil­la dem­nächst vor ein Gericht gez­er­rt, das das Unternehmen wie einst Microsoft dazu ver­don­nert, mit neuen Fire­foxver­sio­nen kün­ftig ein Pro­gramm zu verteilen, das die Ein­rich­tung der Stan­dard­such­mas­chine (also den dazu notwendi­gen Klick) aus­führlich erläutert.


Apro­pos Überwachung: Wovor sich viele Men­schen offen­sichtlich wirk­lich fürcht­en, ist, dass jemand sehen kön­nte, was sie selb­st öffentlich von sich preis­geben. Die häu­fig­ste Reak­tion im Netz auf Twit­ters Ankündi­gung, die eigene Such­funk­tion endlich auch ältere Tweets find­en zu lassen, ist daher keine Lobpreisung betr­e­ffs der besseren usabil­i­ty, son­dern Entset­zen neb­st Anleitung zum panis­chen Massen­löschen von Tweets.

Men­schen. Sie wer­den so schnell dumm.