Es purzelte leider abermals ein Gedanke aus der SPD, die auch weiterhin nicht begreift, dass sie geräuschlos viel beliebter sein könnte, heraus:
„Wir erwarten, dass die Nachbesetzung des Ministeriums mit einer Frau erfolgt“, sagten die Vorsitzenden der SPD Frauen (sic! A.d.V.), Carmen Wegge und Ulrike Häfner, der „Rheinischen Post“ (…).
Als tux0r, Vorsitzender der Hirnfick‑2.0‑Männer, unterstütze ich den Vorschlag der gerechten Quotierung, erkenne zugleich das bestehende Ungleichgewicht an: Kein einer Regierung bedürfendes Volk (sind die Deutschen das überhaupt?), und sei es auch das übelste, braucht gar so viele Juristen im selben Raum, um als Gesellschaft zu funktionieren. Es ist vernünftig, wenn die, die über die Zukunft dieser Gesellschaft entscheiden, sie möglichst gerecht abbilden. Vier Beispiele habe ich umgehend parat:
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Etwa 13,7 % der deutschen Arbeitnehmer sind Handwerker. Um die Interessen der Handwerker zu vertreten, sollten also mindestens 13,7 % der Bundestagsabgeordneten zuvor als Handwerker gearbeitet haben oder diesen Beruf noch ausüben. Ein Jurist versteht die individuellen Nöte eines Handwerkers – vom Gesellen bis zum Meister – kaum und bedarf daher Unterstützung in dieser Angelegenheit.
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Etwa 1,2 % der Deutschen – übrigens seit jeher mehr Männer als Frauen – sind obdachlos oder leben in Notunterkünften. Um die Interessen von Menschen ohne sicheren Wohnraum zu vertreten, sollten also mindestens 1,2 % der Bundestagsabgeordneten zuvor wohnungslos gewesen sein oder immer noch auf der Straße leben. Wer ein eigenes Haus bewohnt, der versteht die individuellen Nöte eines Wohnungslosen kaum und bedarf daher Unterstützung in dieser Angelegenheit.
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Zwischen 8 und 8,5 % der Deutschen sind Muslime. Um die Interessen von Muslimen zu vertreten, sollten also mindestens 8,5 % der Bundestagsabgeordneten muslimischen Glaubens gewesen sein oder immer noch sein. Ein gläubiger oder wenigstens getaufter Christ versteht die individuellen Nöte eines Moslems kaum und bedarf daher Unterstützung in dieser Angelegenheit.
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Etwa 9 % der Deutschen sind homo- oder bisexuell. Um die Interessen von Homo- und Bisexuellen zu vertreten, sollten also mindestens 9 % der Bundestagsabgeordneten schwul, lesbisch oder bisexuell sein. Ein Heterosexueller versteht die individuellen Nöte von Homo- und Bisexuellen kaum und bedarf daher Unterstützung in dieser Angelegenheit.
Zu kompliziert? Da quotieren wir lieber nach dem Hoseninhalt? Ja, das ist natürlich auch eine Option. Denn jeder weiß: Nur, wer einen Penis hat, der kann einen Mann anständig vertreten. Das war zu allen Zeiten so, nennt sich mittlerweile aber „Feminismus“.
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Was Unter-10-Prozent-Parteien halt so machen. Vielleicht gibt es in neuen Parlamenten oder auch nur Ratsuchendenhäusern eine CDU und SPD Quote. Warten wir doch tiefenentspannt ab.