In den NachrichtenNetzfundstücke
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 25. Mai 2022

War­um heißt es Bahn­Card 100 und nicht 4.144-Euro-Ticket?


Aus der Rei­he „Skur­ri­li­tä­ten unse­rer Nach­barn“: In Amstel­ve­en, Nord­hol­land, haben Rats­mit­glie­der seit Novem­ber 2019 Anspruch auf eine nor­ma­le oder eine vege­ta­ri­sche Kro­ket­te, wenn eine Sit­zung bis nach 23 Uhr dau­ert. (Der Bei­trag ist auf Nie­der­län­disch.) Ich kann das Ansin­nen ver­ste­hen, vege­ta­ri­sche Kro­ket­ten kön­nen durch­aus wohl­schmeckend sein.

War­um über­neh­men wir das nicht mal als Abge­ord­ne­ten­di­ät?


Ich soll­te mei­ne oft ver­tre­te­ne Ansicht, die US-ame­ri­ka­ni­sche Dar­rei­chungs­form der eng­li­schen Spra­che sei lächer­lich tri­vi­al, viel­leicht noch ein­mal über­den­ken: Wenn man in den USA ent­we­der nicht oder falsch „Far­bi­ger“ zu einem Far­bi­gen sagt, wird man gecan­celt.


Apro­pos: In den USA hat mal wie­der irgend­je­mand an einer Schu­le – es ist fast immer eine Schu­le; schö­ne Sati­re dazu: NRA for­dert Ver­bot von Schu­len – ein paar Men­schen umge­bracht. Der amtie­ren­de Prä­si­dent jenes Lan­des frag­te, wann, „in Got­tes Namen“, der Waf­fen­lob­by „die Stirn gebo­ten“ wür­de.

Weil das zwar erst mal eine lobens­wer­te For­de­rung ist, aber ein­an­der ja nicht aus­schließt: Könn­te man bei der Gele­gen­heit außer­dem der Got­tes­lob­by die Stirn bie­ten? Ein Gefühl von Sicher­heit ver­mit­telt die­se stän­di­ge Fröm­mig­keit in der Poli­tik mir jeden­falls auch nicht.


Mei­ne Gebüh­ren bei der Arbeit: Ein „Fran­ces­co (14)“ fra­ge, behaup­tet „Funk“, ein „Ange­bot“ des öffent­lich-recht­li­chen Rund­funks, war­um bei ihm „die Sup­pe“ nicht „geschos­sen“ kom­me. „Funk“ beant­wor­tet das in einem zu lan­gen Video. Ich hät­te ja ein­fach einen Schnell­koch­topf genom­men.


Duck­Duck­Go, das auf die „Pri­vat­sphä­re“ sei­ner „Kun­den“ pochen­de Unter­neh­men hin­ter der gleich­na­mi­gen Such­ma­schi­ne, stellt natür­lich auch einen eige­nen Web­brow­ser her. Auf­grund eines Wer­be­ver­trags mit Micro­soft blockiert die­ser jen­seits der Such­ergeb­nis­sei­ten kei­ne tracker von Micro­soft selbst. Die Hand, das Fut­ter, das Bei­ßen. Es ist alles wie immer.


Supi­du­pi­idee des Tages: Man könn­te doch die Pri­vat­wirt­schaft eine welt­wei­te digi­ta­le Per­so­nen­da­ten­bank mit­samt deren Impf­sta­tus auf­bau­en und pfle­gen las­sen. Was kann schon schief­ge­hen?