Es ist Montag. Ich fasse mich heute mal kurz. — So, ich habe mich kurz gefasst. War schön.
Die NSA, die schon mal einen Verschlüsselungsstandard mit Hintertür verabschieden ließ, verspricht, dass sie das diesmal ganz bestimmt nicht macht. Pfadfinderehrenwort (mit gekreuzten Fingern, weil, dann gildet’s nicht). Die Programmiersprache Rust hat derweil ihren ersten Angriff per Paketmanager überstanden, indem jemand eine schadhafte Bibliothek veröffentlicht hat und irgendjemand so blöd sein könnte, sie zu nutzen. Wir lernen es einfach nicht.
Was wir auch nicht lernen: Software, die ohne dauernden Funkkontakt mit ihrem Entwickler nicht mehr funktioniert, ist eine fundamental schlechte Idee. Technikblogs sind auch das virtuelle Papier nicht mehr wert, auf dem sie virtuell gedruckt werden; das ehemalige Qualitätsblog “Basic Thinking” ließ schon im Januar dieses Jahres eine Marinela Potor daherquatschen, dass iPhones ja auch irgendwie “unter Linux” laufen (tun sie nicht). Es war ein Fehler, jedem Bürger die Möglichkeit zu geben, sein mangelndes Technikverständnis öffentlich kundtun zu können. — Zitat der Woche, fast zum Thema: “Ein Internet, in dem man sich an jeder Ecke ausweisen muss, in dem Funktionen an Staatsbürgerschaften, staatliche und soziale Privilegien geknüpft werden, wäre kein Internet mehr.”
Raus aus der Technik, (endlich) rein in die Akustik: Neulich hat jemand für eine pathetische Schnulze irgendeinen Preis erhalten. Mit mir wäre das nicht passiert, denn hier beginnt eine Woche noch immer mit guter Musik.
Guten Morgen.


