Es ist (rechtlich gesehen) Montag. Endlich mal eine friedenspolitische Forderung, die diskussionswürdig ist: Politiker an die Front! “Why do we always send the poor?” (System of a Down, ähnlicher Kontext).
Ein Blick in die Technik: Die als Webbrowser getarnte Werbeplattform Google Chrome hat jetzt einen eigenen Comic bekommen, der erklärt, warum man sie lieber nicht nutzen sollte. Die deutsche Übersetzung des Comics hat Sternchen mitten im Wort, aber die englische Version ist ja auch erfrischend gut zu lesen. Das kann man von technischen Ausführungen dieser Tage leider nicht immer behaupten.
Hier, grandios komische Felsenkunst aus Australien zum Ausgleich: Zwei tanzende Frauen beim Menstruieren.

Angeblich steht das Bild unter einer Creative-Commons-Lizenz, aber das glaube ich nicht. Das Motiv ist ja doch schon ein bisschen älter als die CC-Lizenzen. Zugegeben: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Urheber über diese Aneignung beschweren, ist gering.
Stattdessen beschweren sich Linke über Linke: “Queerpolitik” sei “frauenfeindlich”, da kann man sich ja eigentlich auch bloß mit einem Bier an den Rand setzen und zugucken. Diese Art von Zwist ist witziger als Fußball und geht einem nicht so sehr auf den Sack; schon, weil die Teilnehmer einen nicht in der Straßenbahn vollgrölen. Ich hoffe, das bleibt so. Fanschals von soziologischen “Mannschaften”, die saufend queertheoretische Hymnen brüllen, hätten im Supermarkt gerade noch gefehlt.
Noch vor einer Weile empfahl ich gern die Suchmaschine DuckDuckGo, die — als “Suchmaschine für Hacker” bekannt geworden — eine akzeptable Ergebnisqualität mit einigen sehr nützlichen Zusatzfunktionen verband. Besser wird sie aber nicht; (am vergangenen Sonnabend war übrigens Welttag des Semikolons) neuerdings, behauptet “heise online” entgegen der Darstellung des DuckDuckGo-Gründers, würden dort neben allzu russischen auch raubmordentführungsfreundliche Websites wie The Pirate Bay zensiert. Das scheint nicht zu stimmen, aber selbst, wenn’s so wäre: unsereins hat nicht nur einen Plattenspieler, sondern auch so seine Quellen für, ähem, ausgiebige Hörproben.
So eine Reise durch den Hörprobenstapel bringt den derart reich ausgestatteten Konsumenten gelegentlich und bekanntermaßen zu sehr farbenfrohen Landschaften. Bei Soft Grid musste ich lange überlegen, mit welchem Stück vom Album “Corolla” ich die Woche einläute. Es ist das Titelstück geworden.
Guten Morgen.

