KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Love A – Jagd und Hund

Love A - Jagd und HundLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Manch­mal, zum Bei­spiel jetzt gera­de, mag ich ja auch mal gerad­li­ni­ge deutsch­spra­chi­ge Rock­mu­sik. Auf neue Ver­öf­fent­li­chun­gen von Fehl­far­ben (alt) und Toco­tro­nic (vor­her­seh­bar) kann man sich nicht mehr zuver­läs­sig ver­las­sen, aber die unge­fäh­re Rich­tung stimmt. Nun könn­te man mei­nen, dass auch sonst in den letz­ten Jahr­zehn­ten kaum der­ar­ti­ge Musik her­aus­ge­kom­men ist, die man nicht so ähn­lich schon dut­zend­fach gehört hat­te. Das ist zwar rich­tig, aber auch nicht schlimm. Ich brauch‘ das jetzt.

Es lie­fert Love A, eine Post­punk­grup­pe, über die die deutsch­spra­chi­ge Wiki­pe­dia zu berich­ten weiß, dass die vier nicht im sel­ben Bun­des­land woh­nen­den Musi­ker (Gitar­re, Bass, Schlag­zeug, Gesang) haupt­säch­lich einen rich­ti­gen Beruf haben. Gut, das erspart immer­hin finan­zi­el­le Nöte. Bis­her wur­den vier Stu­dio­al­ben als Love A ver­öf­fent­licht, das drit­te heißt „Jagd und Hund“, ist seit 2015 erhält­lich (Amazon.de, TIDAL) und läuft gera­de im Kopf­hö­rer.

Musi­ka­li­sche Offen­ba­run­gen erwar­te ich nicht und wer­de auch nicht ent­täuscht. Soli­de Instru­men­tal­ar­beit mit ver­sier­tem Schlag­zeug­spiel (zu oft gibt es da drau­ßen zu simp­les Geklop­pe), pas­send domi­nan­ter Gesang, dazu Tex­te, die eher hin- als weg­hö­ren las­sen; ich wünsch­te trotz­dem, nichts davon wäre in der heu­ti­gen Musik­welt noch erwäh­nens­wert.

Am Ende von „Der beste Club der Welt“ wird ein Titel von Toco­tro­nic zitiert. Ich glau­be nicht an sol­che Zufäl­le.

Der beste Club der Welt

Gutes Album für jetzt. Nach­her wie­der Jazz.

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