Es ist Montag. Diejenigen, die aus dem Fehler ihrer Vorfahren, sich bei “Gott oder Kopf ab” für “Gott” entschieden zu haben, dergestalt gelernt haben, dass sie nicht mehr ihr Stockholmsyndrom als “abendländische Tradition” verbrämen, feiern heute nichts, sondern haben einfach nur frei. Ist ja auch nicht so schlecht, den ganzen Tag schlafen und/oder Bambus essen. Pandabären kennen das.
Dieses entspannte Leben ließe sich ohne diese Virussache allerdings erst so richtig genießen, aber daraus wird wohl erst mal nichts, denn weil nicht geimpft, sondern bloß angeguckt (“getestet”) wird, ist auch das baldige Indengriffkriegen höchstens noch als Treppenwitz geeignet. Und es wird nicht besser: Virusmutationen haben euch noch nicht die Laune verhagelt? “T‑Online” hilft. “In Köln wurden mehrere Fälle von Mutations-Mutanten nachgewiesen”, hoffentlich mutationsmutantierenmutieren die nicht auch noch!
Auf der Sonnenseite der Inlandsnachrichten weiß die Regierung von Oberfranken indes Erfolge bei der Digitalisierung zu vermelden: Schon morgen stelle sie “ihren Faxserver von bisher vier- auf fünfstellige Faxnummern um”, da kommt man ja gar nicht mehr hinterher bei diesem technologischen Wettrüsten. Andererseits befindet sich Bayern (jaja, Franken und Bayern, Schwaben und Badener, alles dasselbe) sowieso gerade im nahezu revolutionären Umbruch, man darf sich dort neuerdings sogar ohne Sarg bestatten lassen. Wenn das Franz Josef noch erleben müsste!
Der wiederum ein anderes Gesetz auch nicht mehr erleben muss, das in inzwischen bewährter Kindersprache “Anti-Hass-Gesetz” genannt wird, aber eigentlich anders heißt, und besagt, dass “das ‘Billigen’ oder Androhen von Straftaten etwa in sozialen Netzwerken” wieder “als Verbrechen” gelte, “wenn entsprechende Äußerungen geeignet sind, den öffentlichen Frieden zu stören” (“heise online”), was wiederum vermutlich vor allem denen schnell missfallen wird, die zwar der Regulierung öffentlicher Äußerungen prinzipiell offen gegenüberstehen, jedoch selten bemerken, dass solche Regulierungen sich als Waffe für das eigene politische Lager kaum eignen. Schwere Zeiten brechen neben irgendwelchen Facebook- und Telegrampfeifen, den wohl vorrangig Gemeinten, auch für Portale wie “Indymedia” an, in deren Kreisen man sich immer noch nicht so recht von dem Verbot erholt zu haben scheint, die Privatwohnung missliebiger Politiker nebst Familie besuchen lassen zu dürfen; Berliner Autobesitzer (warum?) jedoch atmen auf.
Auch aus Berlin, aber trotzdem nicht völlig scheiße: Palm Squirrel.
Guten Morgen.


Ich frag’ mich warum muß ich eigentlich immer an christlichen Feiertagen frei haben. Warum werden die anderen Weltreligionen so benachteiligt? Am Donnerstag wäre z. B. “Hanamatsuri”, dann könnte man den Freitag als Brückentag nutzen (Kalender der Weltreligionen).