Es ist Montag. Die Online-„FAZ“ titelte gestern aufgrund der derzeitigen Coronasituation, der November dauere länger. Na gut, also wenigstens kein Nikolaus dieses Jahr; als Christentumsskeptiker nimmt man ja jede gute Nachricht, die man kriegen kann. Auch gut: In einem Frankfurter Lokal werden die derzeit ausbleibenden Gäste durch Pandabären vertreten. Wie viel Geld kann man eigentlich für ein paar Stangen Bambus verlangen?
Man möchte, entnehme ich den Nachrichten, sowohl die AfD verbieten als auch das Wahlrecht für Unter-18-Jährige einführen, was mich amüsiert, denn mancherorts wäre die AfD bei Unter-18-Jährigen stärkste Kraft. Vielleicht doch nicht so klug, die Idee? – Was ansonsten passiert, wenn man Kindsköpfen das Wahlrecht gibt, hat man gestern in Berlin gesehen: Manche demonstrierten gegen die als zu scharf empfundenen Coronamaßnahmen, andere reckten ihre Mittelfinger und trillerpfiffen, denn eine inhaltliche Auseinandersetzung ist nicht jedermanns Sache. Es ist schon seltsam, dass Coronaleugner so viel Zulauf finden, obwohl die Gegenseite sie doch so überzeugend niveauarm beleidigt. Man könnte fast meinen, ein ausgestreckter Mittelfinger eigne sich gar nicht zur Meinungsänderung. Seltsam. Was genau war noch mal das Problem mit Donald Trump: dass er zu plump war?
Apropos: Daniela Dahn beantwortet ungefragt, ob wir die USA noch brauchen, und bejaht, weil ein schlechtes Vorbild immerhin auch ein Vorbild sei, verwechselt dabei aber die USA mit Amerika. Ist nur Journalismus, da muss man das nicht unterscheiden.
Bei „ZEIT Campus“ schließlich wird man gewarnt: Menschen werden zu Massenmördern oder Musikgenies, wenn sie sich langweilen, weil das Gehirn um eine andere Beschäftigung bitte. Da entgehe ich ja regelmäßig haarscharf einem interessanten Hobby, wie mir scheint. Gegen Langeweile hilft mir trotzdem: Musik.
Guten Morgen.

