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Kurz­kri­tik: Shem – No Songs, Just Sound

Shem - No Songs, just SoundLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Ich mag es ja ein biss­chen, wenn ich von einem Musik­al­bum nicht nega­tiv über­rascht wer­de. „No Songs, Just Sound“, drei Jah­re nach den ersten Auf­nah­men die­ses Jahr end­lich erschie­nen, vom Stutt­gar­ter Quin­tett Shem (Amazon.de, Bandcamp.com), bil­det da kei­ne Aus­nah­me: Lie­der gibt es hier nicht, wohl aber eine Viel­zahl an Klän­gen.

Shem spie­len einen instru­men­ta­len psy­che­de­lic rock mit deut­li­chem Kraut-Anstrich, der sich sowohl in der atmo­sphä­ri­schen Wei­te, die beson­ders gut erst­mals im zwei­ten Stück „Kon­voi“ (mit fast acht Minu­ten Spiel­zeit noch der kür­ze­ste track) zu spü­ren ist, als auch im moto­ri­schen Spiel des Schlag­zeu­gers „Ben­ja­min“ – Nach­na­me unbe­kannt – aus­ma­chen lässt. Gele­gent­lich („Säu­re“) ver­su­chen sich die bei­den Gitar­ri­sten auch an pun­k­ori­en­tier­ten Jams, was nicht mal einen Stil­bruch dar­stellt, son­dern sich pri­ma ins Gesamt­bild ein­fügt, indem elek­tro­ni­sches Wabern und Zir­pen das Gespiel­te zu Spa­ce­rock wer­den lässt. Geschrie­ben klingt das furcht­bar, gehört klingt es famos.

Von wegen nur Klang!

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