Zur Frauenquote in Vorständen — ab 2025 vielleicht auch in der ohnehin defektquotierten CDU — ist schon vieles geschrieben worden, unter anderem von mir. Dass eine solche sowohl dem nach zähem Kampf legitimierte dritten Geschlecht (sollen die sich doch als Frau fühlen, wenn ihnen das nicht passt!) als auch den neulich erst als besonders benachteiligt identifizierten Schwarzen einen statistischen Nachteil verschafft, ist daher zwar weiterhin witzig, aber müßig zu betonen.
Mit einem etwas ungewöhnlichen Ansatz brilliert Teresa Bücker, „Journalistin“, Feministin und Kolumnistin in Personalunion bei einem Ableger der „Süddeutschen Zeitung“, indem sie mit Bezug auf das Leistungsprinzip fragt:
Findet ihr alle Männer mit Posten, die bei euch in der Partei, im Unternehmen, in der Organisation sind, fähig und herausragend? War jeder eurer Chefs die allerbeste Besetzung?
Darum, so die Implikation, wäre es auch kein Problem, nach vielen unfähigen Männern auch mal eine unfähige Frau auf den Chefposten zu setzen. Ist ja eh egal dann. Dass Firmen wie HP (lief nicht gut) und Yahoo! (war auch scheiße) genau das versucht haben und es genau wie erwartet lief, verschweigt Teresa Bücker. Das ist wahrscheinlich wie mit dem Sozialismus: Das muss man nur mal richtig machen.
Oder man fragt nächstes Mal — auch bei der CDU — eben doch wieder jemanden, dessen Qualifikation nicht bloß zwischen den Beinen zu suchen ist. Vielleicht mal einen Mann?

Nie war Herkunft und Stallgeruch so wichtig wie Heute. Herzlichen Glückwunsch zur Entscheidung.