In den Vereinigten Staaten wurde irgendwer von einem Menschen mit anderer Hautfarbe umgebracht, woraufhin die als gut zu verstehenden Gegner des amtierenden Präsidenten plünderten und brandschatzten, weshalb die Regenten Berlins sich spontan mit derjenigen lose organisierten Gruppe solidarisch zeigten, die vor ein paar Jahren wiederum in Hamburg Brände verursacht und Läden verwüstet hatte. So weit die Nachrichten von heute, so weit viel zu niedrigschwellig irre für einen Kommentar meinerseits.
Berlin war dieser Tage selbst auf viel interessanterem Niveau irre, wie Medien, die nicht mehr verlinkt werden möchten (LSR), berichteten:
400 Boote, 3.000 Menschen, die am Berliner Landwehrkanal oder auf dem Wasser eine Techno-Party feierten: Die Veranstalter der Demo am Sonntag gegen das Sterben der Clubkultur bekamen die Lage nicht unter Kontrolle.
Gegen das Clubsterben zu demonstrieren, indem man sich dem Risiko einer tödlichen Krankheit aussetzt, ist mal wieder genau mein Humor. Mehr noch, weiß ein anderes Medium, das nicht verlinkt werden möchte (LSR):
Über den Landwehrkanal ging die Tour bis zum Urbanhafen, genau vor das dortige Krankenhaus, in dem Covid-19-Patienten behandelt werden.
Dass ich das mal in Bezug auf Berlin schreiben würde, enttäuscht mich selbst ein wenig, aber: Passt!

Ich hoffe doch sehr, dass die US-Behörden, die gegen die hoffentlich bald als Terrororganisation eingestufte Antifa ermitteln, dabei auch gleich gegen diverse Grünen/Linken/SPD-Politiker ermitteln und die auf No-Fly Listen setzen. Oder noch besser direkt am Flughafen einkassieren und direkt nach Guantanamo zu den anderen Terroristen.
Niemand muß in Berlin wohnen. Mitleid ist nicht angebracht.
„… mit derjenigen lose organisierten Gruppe“ – oh my …
Das ist jenes identifizierende Denken, dessen Fehler darin besteht, Entitäten herbei zu phantasieren, die keine sind. Ich bin (da einst im Verein aktiv) Handballer. Bin ich jetzt mit jedem Dödel zu konnektieren, der auch mal Bälleken in ein Netz geballert hat? Und nein: Es gibt unter diesem Label („Antifa“) nicht einmal eine auch nur annähernd konsistente Ideologie. Feindbilder machen nicht schlau.
Je nachdem, wen man fragt, ist jeder Antifa, selbst die AfD. Ich finde die Identifikationsdiskussion höchst befremdlich: Zwar ist in „so Medien“ jeder ein #IchBinAntifa, andererseits gebe es Antifa aber gar nicht. Handballer gibt es aber zweifellos und die sind auch nur lose organisiert. Die schwingen aber beim Plündern keine Handballflagge.
Das gemeinsame Feindbild existiert da aber eher (nämlich die gegnerische Mannschaft), mag mir scheinen.
Na klar, die Organisation mit Fahnen, Stickern, Merchandise, Webseiten, Socialmedia-Seiten, Leuten im Hintergrund die das alles finanzieren und die in den USA gerade alles in Schutt und Asche legen gibt’s eigentlich gar nicht. Weil sich jeder von diesen Idioten ein leicht anderes linkes Weltbild zusammengebastelt hat und weil, ähhh, Handballer und so.
„Es gibt unter diesem Label („Antifa“) nicht einmal eine auch nur annähernd konsistente Ideologie.“
Da hast Du allerdings Recht. Linke Ideologie ist nie konsistent (im Sinne von widerspricht sich nicht selbst).
Mich amüsiert es, wenn meine Kommentatoren plumper argumentieren als ich.
Wenn jeder Nadsi sein kann dann kann auch jeder Antifa sein. Ist ja auch irgendwie logisch, oder?
Nee, im ernst. Die Linksfühlenden haben ein Gewaltproblem und haben nie den schwarzen Block einhegen wollen. Das fällt denen jetzt auf die Füße.
Die plumpesten Argumentationen sind immer die besten.
Antifa ist pöse:
https://twitter.com/edzitron/status/1268232028387856385
*räusper* Es gibt da gewisse Entwicklungen an der Faktenbasis. Als ich auf die Flexibilität der Inhalte unterm „Label“ hinwies, hatte ich noch gar nicht geahnt, wie flexibel das ist.
Es gibt ja schon einen Unterschied zwischen „dieser eine Account war gar nicht echt“ und „keine Menschen dieses Selbstverständnisses waren beteiligt“. Dafür ist die Solidaritätswelle ja wieder sehr gelungen: Sogar die deutsche Piratenpartei „solidarisierte“ sich mit dem Schlachtruf „Wir sind alle Antifa“ mit der Forderung, dass endlich Mike Pence US-Präsident werden möge. Die Knopfdruckhysterie in vorgeblich sozialen Medien wird noch mal übel ausgehen.
Der Spin ist gesetzt, und wenn jetzt die Krawalljeros in die Mittelschichtsvororte ziehen und dort Autos und Häuser abfackeln könnte das die sichere Wiederwahl vom Donald sein.
In den USA gibts noch Mittelschicht?!
Unterhalb eines „gated communities„ähnlichen Levels?!
und ohne Cops und Prepper, die Widerstand leisten könnten?!
(Würde mich nicht wundern wenn sich dort her organisierte Plünder rekrutieren…)
und fussläufig für Plünderer?!