Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Von Musik aus Peru berichte ich selten. Klar: Niemand mag Panflöter. Keineswegs panflötend aber gehen Parahelio aus Lima zu Werke, mit deren 2019 (und 2020 auch als physischer Tonträger) erschienenem Album Surge Evelia, Surge (Bandcamp, TIDAL; Amazon.de führt es zurzeit nur als Zubehör und hat es nicht auf Lager) sie, glaubt man dem Internet, La Rinconada, der höchstgelegenen Stadt der Welt mit angeschlossener Goldmine und entsprechender Ausbeutung, ein Denkmal setzten.
Dass dieses Denkmal, dem Gegenstand der Betrachtung entsprechend, ein melancholisches ist, tut den Einwohnern zwar nicht gut, der Musik hingegen sehr. (Darf man so etwas schreiben? Ich habe es jedenfalls gerade getan.) Instrumentaler Postrock muss nicht immer brettern, instrumentaler Postrock kann auch mal drückend schweben. Das klingt dann etwa so:
Es ist seltsam, dass traurige Anlässe oft zu schöner Musik führen. Es liegt mir fern, daraus eine Empfehlung abzuleiten, die über eine Empfehlung dieses Albums hinausgeht, das ich hiermit dann jetzt ausdrücklich empfohlen haben möchte.
Es möge seine Wirkung entfalten.


Also mir und meinem Herzen gefällts!
Gut.