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Kurzkritik: glistening leotard — six butterflies slightly moving an elephant in a theatre

glistening leotard - six butterflies slightly moving an elephant in a theatreLange nichts mehr über Musik geschrieben.

glis­ten­ing leo­tard — “glitzern­der Gym­nas­tikanzug” — ist ein seit 2007 beste­hen­des Quin­tett aus Duis­burg, das gele­gentlich mal einen Ton­träger in physikalis­ch­er oder virtueller Form veröf­fentlicht. Album/EP/Veröffentlichung Num­mer 6, zurzeit aktuell, erre­ichte die Öffentlichkeit im Novem­ber 2018 und heißt nach dem Vorgänger “GL5” erneut durch­num­meriert, näm­lich “six but­ter­flies slight­ly mov­ing an ele­phant in a the­atre” (Bandcamp.com).

Die natür­lich sechs Stücke heißen “but­ter­flies”, “slight­ly”, “six”, “in a the­atre”, “an ele­phant” und “mov­ing” und wer­den keineswegs in der zu erwartenden Rei­hen­folge gespielt, denn das wäre ja lang­weilig. Bezüglich “six but­ter­flies slight­ly mov­ing an ele­phant in a the­atre” sollte allerd­ings jed­er Anflug von Langeweile bere­its beim Hören verge­hen. Ich höre Post- (“mov­ing”) und Math­rock (“but­ter­flies”) eben­so wie diejenige Form der Pop­musik, die bes­timmt irgen­deinen blö­den Gen­re­na­men bekommt, wenn ein Jour­nal­ist sich an ihr verse­hentlich den Hor­i­zont stößt. “Lounge Met­al” nen­nt die Band das. Was für Met­al hört man in so ein­er Lounge?

Die Kirsche auf dem Alben­pud­ding ist der her­rlich melodis­che Gesang Jes­si­ca Näsers. Gehört eine Kirsche eigentlich auf einen Pud­ding? Gehört irgend­was auf irgend­was?

mov­ing

Main­stream, befand das Inter­net zu diesem Album, “sei anders”. Mögen glis­ten­ing leo­tard niemals den Weg des Ander­s­seins gehen. Wir haben doch son­st nichts.