In den NachrichtenMir wird geschlecht
Penisnobelpreis

Wer in sei­nem Leben eine so gründ­li­che Ausbildung genos­sen hat, dass er anschlie­ßend die Zeit bis zum Beginn sei­ner Vergreisung mit Forschung und Entdeckung ver­bringt, dem wird viel­leicht ein Nobelpreis zuteil, hier­zu­lan­de außer­halb von Physik und Literatur lei­der kaum beach­tet. Selbstverständlich sehen die Hochschulen, an der der Geehrte einst stu­diert hat, einen Teil die­ses Ergebnisses auch in der eige­nen Lehrweise und hän­gen ihn daher als Beispiel dafür, was man als Student im eige­nen Haus ein­mal errei­chen kön­ne, an eine Ehrenwand, jeden­falls als Foto, sel­ten als Person.

Obwohl Wissenschaftler, deren Forschung preis- und wand­wür­dig ist, sehr vie­le inter­es­san­te Eigenschaften an sich tra­gen, etwa das Feld und das Ziel die­ser Forschung, gehört ihr Geschlechtsteil nach mei­nem Verständnis nicht dazu. Zudem ist das Wesen der Forschung ein zutiefst meri­to­kra­ti­sches: Geehrt wird, wer Ergebnisse vor­tra­gen kann. Entgegen der momen­ta­nen media­len Erzählweise, die es bevor­zugt, eine mög­lichst foto­ge­ne Frau in den Mittelpunkt zu stel­len, ist oft lei­der ein Mann an Entwicklungen betei­ligt. Historische Gründe bin ich aus­zu­schlie­ßen gewillt, eine Geschlechtertrennung an Hochschulen ist schon län­ger nicht mehr en vogue.

Die Meritokratie anzu­er­ken­nen ist jedoch nicht jeder­manns Sache, was dazu führt, dass mit­un­ter Fachkonferenzen abge­sagt wer­den, weil nur Männer inter­es­san­te Beiträge ein­ge­reicht haben und das natür­lich nicht divers sei. Jetzt könn­te man anre­gen, dass, wenn man die Art der Fortpflanzung eines Wissenschaftlers für min­de­stens so inter­es­sant hält wie das, was er zu sagen hat, es emp­feh­lens­wert sei, den Anteil an Forschern ohne Penis mit­tels Werbung zu erhö­hen zu versuchen.

Oder man macht es wie US-ame­ri­ka­ni­sche Hochschulen und ent­fernt erfolg­rei­che Wissenschaftler, die mit dem Makel eines Penisses gebo­ren sind, wie einst die alten Römer aus dem Gedächtnis:

An der Yale School of Medicine hän­gen in den Fluren eines Gebäudes zum Beispiel 55 Porträts: Drei Frauen und 52 Männer. Sie sind alle weiß. (…) Eine Option ist, sie woan­ders hinzuhängen.

(Schlechte Übersetzung von mir.)

Da möch­te man von den ande­ren Optionen lie­ber gar nichts wis­sen. Oh, Sie haben Krebs geheilt? Blöd - jetzt ist erst mal eine Frau dran. Kommen Sie spä­ter wieder.

Wann genau haben Hochschulen ihr Ziel verloren?

Senfecke:

  1. Die Chinesen haben den Westen nicht durch tech­no­lo­gi­schen Fortschritt ein­ge­holt son­dern weil der sich Westen nur noch mt Humbug beschäftigt.
    Vorwärts immer, rück­wärts nimmer.

  2. Der Denkfehler der sich dann in ent­spre­chen­den phe­l­er­haf­den Entscheidungen nie­der­schlägt ist ‚das Frauen dann wenns gra­de passt(p.r.mässig!) in der Lage sind eine erwäh­nungs­wer­te Forschung abzuliefern…
    weil Männers ein­fach die grund­sätz­lich bes­se­ren Forscher sind-ist doch klar :aufsmaul: :D
    Interessant wird’s dann wenn Frauen an der Spitze von Einrichtungen so denken(müssen) weil sonst das ent­schei­den­den Gremium oder schlim­mer Geldgeber so ver­grätzt sind, das frau gar­nicht anders denken/handeln kann :o
    Und dann muss frau sich Kritik von Feminist*innen (die eine Sorte-lei­der kei­ne homo­ge­ne Gruppe 8O )gefal­len las­sen, weil sie nicht so bra­chi­al wie Mnners ihre Duftmarken setzt…
    Denn wür­de Frau das mach­te ‚wür­den Feminist*innen(die ande­re Sorte-lei­der kei­ne homo­ge­ne Gruppe 8O ) ihre Weiblichkeit in Frage stellen…
    Und dann gibt’s noch die WEISSEN ALTEN MÄNNER,die auch Frauen sein können!
    Bestimmt gibt es Fälle , die aus dem Rahmen fallen…
    die ent­spre­chend gefei­ert werden.…
    Aber man sich sicher sein, vie­les wird nicht wahr­ge­nom­men und besprochen,weil selbst­ver­ständ­lich ist oder weil es Aussenstehende nichts angeht…
    Was aber dann die Frage nach Transparenz im Bereich von Verwaltungen usw und deren Entscheidungen angeht :?
    Da bin ich ganz schön vom Hölzgen aufs Stöcksgn gekommen,
    sorry.
    Aber ver­damm­te Hacke,wir leben im 21.Jahrhundert!
    Wir soll­ten uns schon ein bis­serl wei­ter ent­wickelt haben,oder :cry:
    Und zwar nicht wie Dinge kaschiert :nein: wer­den, son­dern wie sich etwas tat­säch­lich ver­än­dern lässt… :wallbash:

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
mehr...
 

Erlaubte Tags:
<strong> <em> <pre> <code> <a href="" title=""> <img src="" title="" alt=""> <blockquote> <q> <b> <i> <del> <span style=""> <strike>

Datenschutzhinweis: Ihre IP-Adresse wird nicht gespeichert. Details finden Sie hier.

Senf hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du willst deinen Senf dazugeben, dir ist aber der Senf ausgegangen? Dann nutz den SENFOMATEN! Per einfachem Klick kannst du fertigen Senf in das Kommentarfeld schmieren, nur dazugeben musst du ihn noch selbst.