Es ist Montag. Draußen ist es sehr warm, weshalb die Barmer-Krankenkasse mir empfiehlt, mir zum Schlafengehen ordentlich einen von der Palme zu wedeln. Ich frage mich gerade, ob Privatpatienten da eine Hilfskraft gestellt kriegen.
Aufgrund des grandiosen Erfolgs der letzten Tage sei mir nochmals ein kurzer Blick in den Journalismus gestattet: Arne Semsrott ist Schrödingers Journalist, ich finde das witzig. Irgendwelche anderen “Journalisten” haben währenddessen konzertierte Spammails erhalten, und weil sie vorher irgendwas über den russischen Geheimdienst geschrieben hatten, war das nicht bloß Müll, sondern ein “Hackerangriff” vom “Russen”. Bonusgummipunkte gibt es dafür, dass eines der Opfer mitteilte, der Umstand, dass .ch-Mailadressen beteiligt waren, mache den “Hackerangriff” zu einem “Verbrechen auf dem digitalen Territorium der Schweiz”. Hätte ich gewusst, dass die Staatsangehörigkeit so einfach zu wechseln wäre, hätte ich meinen E‑Mail-Adressen-Fundus längst aufgestockt.
Die NATO, deren Fortbestehen ein großes Ärgernis für den Weltfrieden bedeutet, züchtet bewaffnete Neonazikader heran. Warum man da jetzt unbedingt drin sein muss, weiß ich nicht. Wahrscheinlich hat es aber was mit dem Russen zu tun. Aus dessen ehemaligen Verbündeten, den SED-Größen und ‑Spitzeln, ist ja auch was geworden, wenn auch nichts, was man jetzt unbedingt haben wollen würde.
Eine Durchsage von Fefe: Wer es zulässt, dass die eigene Software reich an fehlerhaftem Code anderer Leute ist, der trägt fraglos auch einen Teil der Schuld an entstehenden Sicherheitsproblemen. Natürlich hat 2019 fast jeder Desktoprechner genug RAM, um ein halbes Dutzend Instanzen irgendwelcher Zwei-Gigabyte-Software zu starten, die das abbilden, was früher auf eine Diskette gepasst hätte, nur mit mehr Farben. Wohl dem, der dieser Versuchung nicht verfällt.
Etwas Musik? Etwas Musik.
Guten Morgen.

