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Kurz­kri­tik: Raket­ka­non – RKTKN #2

Raketkanon - RKTKN #2: CoverbildLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Aus Bel­gi­en drängt die Grup­pe Raket­ka­non auf Beach­tung und die­se will ich ihr gewäh­ren. Bis­her hat sie drei Stu­dio­al­ben namens „RKTKN #1“, „RKTKN #2“ und „RKTKN #3“ ver­öf­fent­licht, letz­te­res erst 2019. Auf mei­ner Jah­res­be­sten­li­ste wird es ver­mut­lich nicht vor­kom­men; nicht, weil es nicht gut wäre, son­dern, weil ich hier statt­des­sen aus­führ­lich über sei­nen Vor­gän­ger (Amazon.de, TIDAL) refe­rie­ren möch­te, von dem sich „RKTKN #3“ sti­li­stisch ins­be­son­de­re dadurch unter­schei­det, dass die Band auf ihm eine merk­li­che Hin­wen­dung zur Indie-Rock-Elek­tro­nik voll­zieht, was ich für etwas weni­ger gelun­gen hal­te. Scha­de eigent­lich.

Die Lie­der auf Alben von Raket­ka­non hei­ßen nor­ma­ler­wei­se so wie Men­schen mit Vor­na­men hei­ßen. Auf „RKTKN #2“ fin­de ich aber auch ein Lied namens „Nico Van Der Eeken“, was ent­we­der ein sehr umständ­li­cher Vor­na­me oder etwas völ­lig ande­res ist. Es sei Raket­ka­non ver­zie­hen, dass sie mit deut­schen Namen nicht umge­hen kön­nen: Das letz­te Lied heißt „Hanz“.

Hanz

Gleich­zei­tig ist es mit über neun Minu­ten Lauf­zeit das läng­ste Stück auf dem Album und auch das unge­wöhn­lich­ste, gewährt es doch der blub­bern­den und zir­pen­den Elek­tro­nik mehr Raum als es der bis­he­ri­ge Teil des Albums ver­hieß. Das geht ver­mut­lich als Doom durch. Oder als Post­rock. Völ­lig egal, wir sind ja zum Spaß hier.

Das schlägt sich auch in der Musik nie­der: Pro­gres­si­ve Metal, Sludge, Noi­se­r­ock – so weit die Beschrei­bun­gen aus dem Inter­net. Mit­un­ter mei­ne ich Mike Pat­ton sin­gen zu hören, es ist aber auch nur der spä­te­stens jetzt beein­drucken­de Pie­ter-Paul Devos. In „Harald“ ertönt im Hin­ter­grund ein merk­wür­di­ges Jam­mern. Ich bin’s nicht, ich emp­fin­de hin­rei­chend viel Ver­gnü­gen. In Deutsch­land waren Raket­ka­non zuletzt 2015 live zu sehen, aber das soll­te man viel­leicht mal im Auge behal­ten.

Raket­ka­non – Mat­hil­de

Hier­mit jeden­falls bis auf Wei­te­res emp­foh­len.

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