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Kurzkritik: Laktating Yak — Origin of the Yak

Laktating Yak - Origin of the YakLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Bei Lak­tat­ing Yak, was über­set­zt “Milch abson­dern­der Yak” heißt, han­delt es sich um ein tex­anis­ches Sex­tett, das sich selb­st in RIO-Tra­di­tion sieht und 2018 mit “Ori­gin of the Yak” (Band­camp) sein bish­er anscheinend einziges Album veröf­fentlicht hat. Was es mit dem Yak auf sich hat, erläutert der Pres­se­text: Anscheinend ist der Kon­sum von Yak­milch ein wichtiger Bestandteil ein­er Bergbestei­gung. Für mich wäre das ja nichts.

In sechs von sieben Stück­en auf dem Album kommt das Wort Yak im Titel vor, lediglich “The Error­ist” (“Sobald die Yak­milch getrunk­en wor­den ist, inter­agiert sie chemisch ähn­lich wie Adren­a­lin mit der men­schlichen Anatomie und min­imiert während ein­er Expe­di­tion die Ver­rück­theit­en des ‘Error­is­ten’ ”, teilt besagter Pres­se­text mit) bildet eine Aus­nahme. Ich bin geneigt, ein Konzept hin­ter dem Album anzunehmen, obwohl es an Tex­ten man­gelt. Zu hören gibt es jeden­falls instru­men­tal­en Zeuhl, psy­che­delis­chen Krautrock und Folk­musik mit Didgeri­doo (Didgeri­doo!).

Lak­tat­ing Yak — Ori­gin of the Yak FULL ALBUM (2018)

Es dominieren Perkus­sion und Sax­o­phone, auch wenn Char­lie Bryan an der Gitarre in Fripp’scher Manier hier und da (“Invoka­tion of the Yak Pt. 2”) einen laut­en Ein­wand erheben darf. Talk Talk (Mark Hol­lis lebe ewig fort), Renais­sance, Mag­ma und Pink Floyd seien hier namege­droppt, die haben die Musik­er offen­bar mit der Yak­milch aufge­so­gen. Ein empfehlenswertes Album, das auf mehr hof­fen lässt.

Die Milch macht’s.