MusikNetzfundstücke
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Mark Hol­lis‘ spä­te Nie­der­la­ge

Mark Hol­lis, einer der Grün­der von Talk Talk und laut über­ein­stim­men­den Medi­en­be­rich­ten („n‑tv“, „SPIEGEL ONLINE“, „Le Point“, „Le Pari­si­en­ne“, „La Repubbli­ca“, „SRF“, „Tages­spie­gel“, „WELT“, „The Inde­pen­dent“, „The Sun“, „The Guar­di­an“ und so wei­ter) allen­falls für die blö­den Pop­lie­der „Such a Shame“ und „It’s My Life“ bekannt, wäh­rend sein Best­werk oft nur einen Neben­satz füllt, sei vor ein paar Tagen gestor­ben, heißt es.

Ich ahne, wel­che Plat­ten in Kür­ze über­ra­schend neu auf­ge­legt in den Läden ste­hen wer­den. „Spi­rit of Eden“ wird nicht dar­un­ter sein. Den wahr­schein­lich klüg­sten Kom­men­tar über des Musi­kers Ver­ster­ben las ich daher aus­ge­rech­net bei Stiehl/Over, einer „Agen­tur für Mar­ken­kom­mu­ni­ka­ti­on“ (Eigen­be­zeich­nung):

Sein Tod bringt ihn zurück in die Medi­en – und auf den Plat­ten­tel­ler.

Genau das hät­te er ver­mut­lich eher nicht gewollt. Eigent­lich ist es scha­de, dass das Andenken Ver­stor­be­ner so wenig Respekt erfährt.