„Webmaster aufgepasst!“, warnte gestern das reklamelastige „GoogleWatchBlog“, denn einer der zahlreichen Versuche Googles, Menschen das Leben zu erschweren, erreicht abermals einen Tiefpunkt:
Google hat nun die Richtlinien für Titelbilder von AMP-Artikeln aktualisiert. Bilder müssen nun mindestens eine Breite von 1.200 Pixeln haben und sollten in der Multiplikation von Breite und Höhe auf mindestens 800.000 Pixel kommen.
AMP, im Wesentlichen dafür geeignet, vendor lock-in im Web zu etablieren, solle mobile Seiten beschleunigen, stand 2016 in der c’t, indem es die geladenen Ressourcen zwangsweise verringert. Grafiken von mindestens 800.000 Pixeln – eine nicht unwesentliche Vergrößerung – stellen aber auch in kleiner Zahl bereits eine Belastung für handelsübliche deutsche Mobilverbindungen dar. Wahrlich erschwerend kommt hinzu, dass Googles notwendiges „AMP-Script“ in der heutigen Fassung mehr als 270 Kilobyte groß ist – zusätzlich nötige Scripts und anderen Boilerplate-Müll habe ich noch gar nicht mitgezählt. Das ist, als würde die Müllabfuhr die Tonnen erst füllen, damit die Trägheitskräfte zum Leeren besser wirken.
Dieses Web erscheint mir als eine zusehends schlechtere Idee.
Apropos „schlechte Ideen“: Im kommenden Februar, heißt es, solle in Visual Studio Code, einem beliebten Texteditor, der fast ein halbes Gigabyte RAM beim Nichtstun belegt, weil er auf Googles Webbrowser basiert, das bald drei Jahre alte Problem gelöst werden, dass das Programm ohne eine aktive Internetverbindung nicht benutzt werden kann. Das muss diese Zukunft sein.


Full ACK!
Solange es nicht beim Porno-gucken
stört,
wenn störts
Enschuldigung AMP hört sich irgenswie esoterisch an und ich bin ein Freund des Handfesten
Nichts, was die deutsche IT nicht noch toppen würde, obwohl sie international nicht mal richtig mitspielen kann.
Ganz ehrlich, ich halte ja oft nicht viel von deinen Beiträgen hier. Aber diesmal hast du voll ins Schwarze getroffen! Warum muss eigentlich immer alles größer und komplizierter werden?
Ärgerlich. Muss ich wohl nächstes Mal wieder einen besonders schlechten Beitrag schreiben.
Die Spielregeln zu ändern gehört zum Spiel.
Das ist nur auf den unteren Leveln anders, etwa von von der Schulbank bis zur Kommunalpolitik.
Webseiten für Genießer:
https://solar.lowtechmagazine.com/
Google ist heute das was Microsoft ende der 90 war.
Nur ohne vernünftiges Betriebssystem.
Wenn die Dinge keine Betriebssysteme hätten,könnte man es nicht mehr verbocken…
irgenswie habe ich,glaube ich nen Denkfehler drin???
Achja ohne ein instabiles BS hätten viele keinen Redebedarf mehr!
Ich Doof!!!