Aus der Kategorie “nicht uninteressant”:
Wir leben im Jahr 2018 und unter Windows 10 kann man keine Dateien namens LPT3.txt anlegen, weil die Windows-NT-Reihe kompatibel mit möglichst viel alter Software sein möchte und der Entwickler von CP/M, dem Urahn von MS-DOS, die Idee von UNIX, dass auch Geräte (und somit auch der Parallelport) als Dateien abgebildet werden, vor 44 Jahren übernommen hat.
Das könne mit einem modernen System wie Linux nicht passieren? Stimmt, denn einer der bis heute bestehenden seltsamen Standards in der Linuxwelt, dass nämlich manche (gelegentlich: alle) Binärdateien unter /usr/bin statt, was sinnvoller erscheint, unter /bin liegen, ist noch etwas älter: Weil auf dem Systemlaufwerk der PDP-11, auf der Unix ab 1971 entwickelt wurde, der Platz ausging, wurden so lange Programme und Bibliotheken auf das “Benutzerlaufwerk” verschoben, bis wieder genug Platz war.
Sind also alle relevanten Dateihierarchien kaputt? Nein, richtig macht es neben Plan 9 und seinen Distributionen und Forks, unter denen /usr als Benutzerordner reserviert ist, ausgerechnet Apple mit macOS, dessen aus NeXTSTEP übernommenes Dateisystem wenigstens logisch aufgebaut ist.
Vielleicht sollten wir die EDV einfach ganz abreißen und noch mal von vorn anfangen.


Ich liiieeeeebe Geschichte! Die ist nie verlegen um eine gute Anekdote.
Für einen Moment hatte ich überlegt anlässlich deiner Ausführungen noch einige Gedanken zur Dateihierachie zu teilen, aber ich beschränke mich auf einen: Es ist egal, Dateien müssen halt irgendwo rumliegen.
ERSTER! +1
Das ist mehr das Problem von Stallmanns GNU-Userland. Man kann wie Googel etwas Eigenes bauen und den Kernel verwenden.
Apropos, wann ist denn der Hurd-Kernel fertig?
Was hindert jemanden noch an der Hurdnutzung? Funktioniert eigentlich schon nicht schlecht.
Oh, die 1.0 ist schon draußen?
Nein. Von Window Maker gibt es ja auch immer noch keine.
Version 1.0 ist ein Meilenstein, der völlig überschätzt wird.