KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: VAK — Budo

VAK - BudoLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Im Jahr 2008 grün­dete Schlagzeuger und Perkus­sion­ist Vladimir Mejstel­man in Frankre­ich, dem Heimat­land des Zeuhls, eine Musik­gruppe namens VAK, die gele­gentlich eine neue Beset­zung bekam, aber wenig veröf­fentlichte. 2018, inzwis­chen als Quar­tett, veröf­fentlichte sie ihr erstes Vol­lzeital­bum “Budo” (Bandcamp.com). Für die drei Stücke zwis­chen acht und fast 28 Minuten Länge empfehle ich im Voraus etwas Geduld.

Von den Gen­reini­tia­toren Mag­ma, an denen Zeuhlbands teil­be­grün­det gefäl­ligst gemessen zu wer­den haben, unter­schei­det VAK vor allem der Vokalteil: Sän­gerin Aurélie Sain­te­croix arbeit­et weit­ge­hend text­los und ohne mehrstim­mi­gen Chor (den sie allerd­ings auch nicht nötig hat), die Instru­men­tal­is­ten spie­len während­dessen einen angenehm dicht­en Jaz­zrock, in den auch mal eine E‑Gitarre hinein­schnei­den darf. Ich finde Gefall­en am Gehörten.

VAK — Hquark

Nichts zu meck­ern? Doch, klar: Bedauer­licher­weise gibt es “Budo” derzeit nur als dig­i­tales Album (also ohne physis­chen Ton­träger) zu kaufen. Wer auf diese sowieso keinen Wert legt, der möge sich schä­men, aber sich “Budo” unbe­d­ingt zule­gen. Ich kann mir schlechter aus­gegebenes Geld vorstellen.