KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Emma Ruth Rund­le – Mark­ed for Death

Emma Ruth Rundle - Marked for DeathLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Gele­gent­lich hat auch ein durch­weg als wit­zig auf­tre­ten­der Mensch, wie ich es bin, so sei­ne Momen­te. Manch­mal ent­ste­hen dann bedau­er­li­che Pro­sa­tex­te, dum­me Tweets oder ärger­li­che Exzes­se, meist aber ist die gute, alte Musik da. Musik lässt nie allein, Musik fragt nicht, Musik stellt kei­ne unan­ge­neh­men Fra­gen. Ich wür­de Musik hei­ra­ten, wenn ich das Kon­zept der Hei­rat nicht für eine Ver­zweif­lungs­tat hiel­te. „Mark­ed for Death“ (Amazon.de, TIDAL, Band­camp) gäbe andern­falls eine gute Ehe­mu­sik ab.

Die Inter­pre­tin besag­ten Albums, 2016 erschie­nen (das Album, nicht die Inter­pre­tin), ist Emma Ruth Rund­le, eine dem­nächst 35-jäh­ri­ge „US-ame­ri­ka­ni­sche Sän­ge­rin, Song­schrei­be­rin und Gitar­ri­stin“, wie die deutsch­spra­chi­ge Wiki­pe­dia zu ver­mel­den hat. Unter ande­rem ist sie Mit­glied der Red Spa­rowes, einer Postrock­band, die vor allem mit recht lan­gen Albums­ti­teln auf sich auf­merk­sam macht. Pri­vat macht sie ähn­lich dich­te, jedoch stim­mungs­vol­le­re Musik mit einer­seits sakra­len Titeln, ande­rer­seits jedoch einer Atmo­sphä­re, die ein Igno­rie­ren der Tex­te sowie­so bewusst oder unbe­wusst her­bei­führt. Es geht um das Über­haupt und nicht um das Wie.

Emma Ruth Rund­le – Hea­ven (Offi­ci­al Audio)

Kei­ne Band, nur Gesang und Gitar­re. Braucht man mehr? Ich brau­che nicht mehr. Auf dem Cover­bild sieht die Musi­ke­rin so aus wie sie hier klingt. Das liegt schwer im Magen und das soll es auch. Das Leben ist ja kein Pfer­de­dings­bums.

Emma Ruth Rund­le – Furious Angel (Offi­ci­al Audio)

Kau­fen und Hören sind somit emp­foh­len. Und dazu: Atmen, unbe­dingt.

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