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Kurz ange­merkt zum Recht auf Rausch

Während Bierbrauer sich über­rascht zei­gen, dass Schriftzeichen auf Flaggen eine Bedeutung haben kön­nen, nutz­ten Menschen, die für das frag­wür­di­ge Recht ein­ste­hen, ande­ren Leuten, die sich schon am befrei­en­den Duft von Tabak und Teer nicht so recht erfreu­en kön­nen, künf­tig auch son­sti­ge Substanzen in die Atemluft zu bla­sen, wie jedes Jahr das erschreckend erträg­li­che Wetter für einen ihrer Aufmärsche, und obwohl ich jedes Verständnis für die Idee habe, dass es, wenn schon die Tödlichkeit von Zigaretten bereits mit auf­ge­druck­ten Warnhinweisen poli­tisch akzep­tiert wird, eine bedau­er­li­che Fehlentwicklung ist, dass erstens man sich und ande­re mit Tabakqualm, nicht aber nur sich selbst mit Heroin oder Kokain, als läge die Entscheidung über die Duldung allein in der Größe und Kaufkraft der agie­ren­den Lobbyisten und als wäre die Besteuerung von Heroin und Kokain also alles, was sie von einer hie­si­gen Legalisierung trennt, umbrin­gen darf und zwei­tens Herstellung und Vertrieb von hoch­pro­zen­ti­gem Fusel, der allein den Zweck der Selbstvergiftung erfüllt, was auf uns Single-Malt-Genießer ein eher schä­bi­ges Licht wirft, obwohl wir jeweils auf­zu­hö­ren zu trin­ken ver­su­chen, bevor wir eine Wirkung bemer­ken, weil uns alles Weitere des Genusses beraub­te, erlaubt bleibt, schlü­ge ich, wür­de ich gefragt, eine Ergänzung zur Forderung der Cannabisbefürworter vor, die besag­te, dass erlaubt sein möge, was nie­man­den stört, also zunächst ein­mal alles, was geruchs­arm zu kon­su­mie­ren ist, und anschlie­ßend alles, was in den eige­nen vier Wänden statt­fin­det, und alles Weitere in dem Moment, in dem es - nicht: der Konsument selbst, denn für des­sen etwai­ge, lega­le Dachschäden sind bereits Spezialisten ver­füg­bar - irgend­ei­nem unbe­tei­lig­ten Passanten die Lebensqualität ein­schränkt, mit hohen Strafen belegt wer­den soll­te, aber aus genau die­sem Grund wer­de ich wahr­schein­lich nicht gefragt; Glück gehabt.