In den NachrichtenWirtschaft
Klau­en gegen Ent­eig­nung, Tasern für die Bür­ger­rech­te

Es tut sich was in armen Regio­nen.

Am Tag nach der frem­den­feind­li­chen Ent­eig­nung wei­ßer Bau­ern in Süd­afri­ka berich­te­te auch „SPIEGEL ONLINE“ über die Pro­ble­me in einer ande­ren armen Regi­on, näm­lich in Ber­lin, und ließ ein paar Akti­vi­sten gleich eine unter dem Ein­druck der anti­ka­pi­ta­li­sti­schen iPho­ne-Demon­stra­tio­nen in Ham­burg gera­de­zu ver­nünf­tig wir­ken­de Lösung vor­schla­gen:

Mit dem Slo­gan „Deutsch­land geht klau­en“ ruft [ein Wer­be­spot] zum Dieb­stahl bei den Lebens­mit­tel­händ­lern Ede­ka, Rewe, Lidl und Aldi auf, die rund 80 Pro­zent des Mark­tes abdecken. Das nicht bezahl­te Geld sol­len die Die­be über eine Inter­net­sei­te direkt an Gewerk­schaf­ten spen­den, die Pro­du­zen­ten der Lebens­mit­tel ver­tre­ten. Begrün­dung: Wenn Dis­coun­ter und Super­märk­te nicht selbst für fai­re Löh­ne sor­gen, müs­sen es die Kon­su­men­ten tun.

Die Freu­de in den Augen der Super­markt­an­ge­stell­ten, wenn ihre Löh­ne ent­spre­chend umver­teilt wer­den, wird umwer­fend sein.

Ich neh­me noch heu­te Abend einen Wer­be­spot namens „Deutsch­land geht tasern“ auf, in dem zu sehen ist, wie ein paar von die­sen Witz­bol­den im „schwar­zen Kostüm mit Wasch­bä­ren-Logo“ (ebd.) bis zum Ein­tref­fen der Poli­zei vom Laden­be­sit­zer mit ein paar geziel­ten Strom­stö­ßen dar­an gehin­dert wer­den, vor­zei­tig den Dis­coun­ter oder Super­markt zu ver­las­sen. Begrün­dung: Wenn die Poli­zei nicht selbst für die Gewähr­lei­stung unter­neh­me­ri­scher Rech­te sorgt, müs­sen es die Unter­neh­mer tun.