SonstigesNetzfundstücke
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Groß­maul fickt gut.

Die „Cos­mo­po­li­tan“, das fröh­li­che Maga­zin, auf des­sen Okto­ber­aus­ga­be schon wie­der Jes­si­ca Alba zu sehen ist, was über die „Cos­mo­po­li­tan“ frei­lich mehr aus­sagt als über Jes­si­ca Alba, ent­täuscht den Freund absur­der Text­kom­bi­na­tio­nen nur sel­ten.

Auch dies­mal nicht:

Denn neben der Befas­sung mit den typi­schen Pro­ble­men, die man als Frau so hat („Macht Smog Fal­ten?“) wird einer­seits für Smart­sein gewor­ben [1], denn Smart­sein mache bes­se­ren Sex, gleich­zei­tig aber davor gewarnt, dass es Leu­te gibt, die sich smar­ter­wei­se für eine Woh­nung mit Sex bezah­len las­sen möch­ten [2] (sind wohl auch „Cosmopolitan“-Leser); es wer­den Anlei­tun­gen gege­ben, „Groß­mäu­lern“ auf­grund deren Sei­ten­hie­ben „ele­gant den Mund zu stop­fen“ [3], gleich­zei­tig aber auch sol­che, selbst groß­mäu­lig Sei­ten­hie­be zu ver­tei­len [4]. Ob es einen Zusam­men­hang zwi­schen der „Kunst, Sei­ten­hie­be wort­los zu kon­tern“, und der Fra­ge, ob man als „Traum­job“ nicht viel­leicht doch lie­ber „Influen­cer“ sein (also sein Geld statt im Team statt­des­sen damit ver­die­nen, allein im hei­mi­schen Kel­ler irgend­wel­che Din­ge in so Netz­wer­ken zu ver­tei­len) soll­te, gibt, kann ich lei­der nur raten.


Spek­tral­netz­wer­ke und ihre Tücken: Auf „Golem“ wies Tobi­as Költzsch gestern einen hal­ben Arti­kel lang merk­lich unge­hal­ten dar­auf hin, dass das Mikro­blog­netz Gab.ai „Figu­ren vom rech­ten Rand“ (für „Nazi­är­sche“ war wohl doch noch zu viel Rest­jour­na­lis­mus da) ein „Spek­trum“ bie­te, wie auch immer man „ein Spek­trum bie­ten“ kann; als soll­te ein Inter­net­dienst grund­sätz­lich immer und bit­te­schön genau wie die Figur vom Golem-Rand wer­ten, statt neu­tral zu sein; es sei, ver­steht sich, denn, man (hier: Költzsch) ver­steht unter Netz­neu­tra­li­tät nur schnel­les Her­un­ter­la­den von schlech­ter Musik und nicht etwa, dass die Frei­heit des Net­zes eine links­po­li­ti­sche zu sein hat, denn dann ist sei­ne feh­len­de Hal­tung sicher­lich zwar immer noch beknackt, aber wenig­stens begrün­det.